Samstag, 25. Juli 2020

Lucas und der Zauberschatten, Stefan Gemmel, Ill. Timo Grubing, Baumhaus Verlag



Lesefiebergewinnspiel zu Stefan Gemmel

Damit das Lesen nicht zu kurz kommt, gerade wenn man in den Ferien viel Zeit hat, darf ich mit Unterstützung von Stefan Gemmel 3 Lesepakete zu Lucas und der Zauberschatten, bestehend aus 1 Buch (ab 10 Jahren), 1 Poster und einem Kuli verlosen und 1 Testleserschaft für die zweite Staffel der erfolgreichen Kinderbuchreihe von „Im Zeichen der Zauberkugel“ (ab 8 Jahren). Dann bekommt ihr vorab, vor allen anderen, das Manuskript, lest es und gebt Stefan Euer Feedback, was ihr besonders gut fandet oder eben nicht. Das fertige Buch, erhaltet Ihr nachher natürlich auch! 
Weitere Information zum Lesefiebergewinnspiel findet Ihr am Ende meiner Rezension.

Lucas und der Zauberschatten, Stefan Gemmel, Ill. Timo Grubing, Baumhaus Verlag

Lucas ist gut in Mathe und im Rätselknacken, aber bei praktischen Dingen ist er manchmal etwas schusselig und so fällt ihm auf dem Weg in die Schule auf, dass sein Outfit wohl etwas wild wurde. Er versucht daher unbemerkt in die Klasse zu schleichen, was ihm nicht gelingt. Er gerät mitten in eine abgesagte Mutprobe. Was in seiner Klasse als lustige Challenge begann, ist in immer gefährlichere und verbotenere Aktionen ausgeartet. Wer nicht mitmacht, wird bestraft, lächerlich gemacht, dabei gefilmt und der Clip verbreitet. Nun ist Lucas an der Reihe und seine Aufgabe ist die Schlimmste von allen! Das bringt er einfach nicht. Während er zögert und mit sich hadert, begegnet ihm ein alter Mann, dessen Outfit seines noch deutlich in den Schatten stellt. In ihm reift die Gewissheit, dass er nicht bereit ist, eine Aufgabe zu erfüllen, die gegen seine Wertvorstellungen ist, nur um keinen Ärger mit den Klassenmobbern zu bekommen. Auch der alte Mann namens Nathanael, lobt ihn für seinen Entschluss, als wisse er genau, welchen inneren Kampf er ausficht. Am nächsten Tag erhält Lucas eine geheime Botschaft, einen Code, dem er folgen soll. Dieser führt ihn in eine alte Fabrikhalle, in der Nathanael in Begleitung von Ole und Li-Feng aus seiner Schule auf ihn warten. Er ist ein Schüler des legendären Merlins und braucht Lucas Hilfe, damit die drei Schüler für ihn in die Zeit reisen und einen Fluch brechen können, der die Welt bedroht. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt!

Anfangs war meine Tochter (11) etwas skeptisch, denn sie hat befürchtet, dass er die Mutprobe durchführen würde und das gefiel ihr gar nicht. Man konnte richtig sehen, wie sie mit sich rang, um mich zu bitten, mit der Geschichte aufzuhören. Doch ich hatte volles Vertrauen in den Autor, dass er es nicht zulassen würde, seinen Helden ein so schlechtes Beispiel abgeben zu lassen. Tatsächlich wurde mein Vertrauen nicht enttäuscht und meine Tochter strahlte! Diesen Weg fand sie super, so konnte es weitergehen und das sollte es auch bitte sofort! Sie wurde richtig in die Geschichte hineingezogen. Sowohl der Teil der sich um Mobbing und Mutproben drehte gefiel ihr sehr gut, als auch das fantastische Abenteuer, dass die Kinder in die Zeit von König Artus und seiner Tafelrunde führte. Der Begriff der Tafelrunde ist auch heute noch Kindern bekannt. Wohl weniger bewusst ist ihnen, was daran damals das Besondere war, weil es früher keine runden Tische gab. Ein Tischrund als Symbol der Gleichwertigkeit, statt der hervorgehobenen Position am Kopfende. Ich konnte richtig merken, wie dieser Gedanke meine Tochter wirklich länger beschäftigte und sie ihn auch im Alltag immer wieder aufgriff. Richtig cool fand sie übrigens Li-Feng, die nicht nur richtig gut in diversen Kampfsportarten ist, sondern einen dicken, langen, geflochtenen Zopf trägt, in den sie allerlei nützliche Dinge versteckt eingeflochten hat. Natürlich weiß sie auch, wie sie ihre Schätze im richtigen Moment hervorzieht und einsetzt.

Im Übrigen fanden wir die Geschichte sowohl sehr bezogen, auf die eigene Erlebniswelt von 10 – 12 Jährigen, gerade was den schulischen Bereich und die Möglichkeiten des Mobbings mittels fieser Handyvideos betrifft, als auch sehr spannend und magisch bei den fantastischen Abenteuern von Lucas mit seinen neuen Freunden. Durch die Möglichkeiten, die Nathanaels Zauberschatten ihnen bietet können sie Einblick in längst vergangene Zeiten nehmen und treffen auf unbekannte Wesen, die Knubbelgeister! Zwei von ihnen hat meine Tochter gleich in ihr Herz geschlossen! Genau wie Lucas knobelt sie gerne und löst gerne Rätsel, weshalb ihr auch gleich, die in den Vignetten versteckten Buchstaben auffielen und sie sofort das dazugehörige Wort entziffern wollte. Die schwarzweiß Illustrationen von Timo Grubing sind sehr ausdrucksstark gezeichnet und sehen stets freundlich aus. Wir finden es prima, dass ein Buch ab 10 Jahren noch illustriert ist. Das steigert ebenso die Leselust wie das augenfreundliche Druckbild, die überschaubaren Kapitellängen, doch die Krönung kommt zum Schluss mit zum Buch passenden Rätsel und Knobelseiten, für alle Leser, die wie Lucas das Rätselknacken lieben! Wir gehören auf jeden Fall dazu!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Stefan Gemmel für unser Rezensionsexemplar und freuen uns ganz besonders, dass wir unsere Begeisterung mit Euch teilen dürfen, denn wir verlosen:

      3 Pakete bestehend aus je einem Band von Lucas und die Zauberschatten mit Poster und Kuli!
      Und für Fans im Zeichen der Zauberkugel (Fantasyabenteuerreihe ab 8 Jahren eine Testleserschaft für die 2. Staffel der Reihe (es gibt vorab das Manuskript zum Testlesen und kommentieren und anschließend das fertige Buch).

Wir hoffen, so über die Ferien Eure Lesefreude steigern zu können. Wie Ihr mitmachen könnt:
  1. verratet mir, ob Ihr schon mal ein Buch von Stefan gelesen habt und wenn ja welches
  2. verratet mir, was Ihr gerne gewinnen möchtet
  3. Folgt mir und Stefan
  4. Einsendeschluß der 27.07.2020 um 23.59 h
  5. Am 28.7. lose ich aus und kontaktiere die Gewinner und verschicke die Bücher innerhalb von Deutschland. Dafür benötige ich Eure Adresse und somit eine Kontaktmöglichkeit. Wenn ich bis zum 30.7.2020 um 23.59 h keine Antwort erhalte, lose ich neu aus.
  6. Testleser bedeutet Verantwortung. Bewerbt Euch bitte nur, wenn Ihr dieser nachkommen möchtet. Euch muss klar sein, dass ich hierfür Eure Daten an Stefan Gemmel und den Carlsen Verlag weitergeben muss, mit Eurem Einverständnis. Anders als bei dem Gewinnpaket, bedarf es hierfür der Zustimmung eines Sorgeberechtigten, oder Ihr seid eben selbst lesewütige Eltern.
  7. Für den Verlust auf dem Postweg hafte ich nicht, eine Auszahlung des Gewinns gibt es auch nicht, es entscheidet das Los, so dass der Gewinn auch nicht einklagbar ist.
  8. Dieses Gewinnspiel ist unabhängig von Facebook, Instagram und Verschwörungstheorien.
  9. Viel Erfolg!

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Freitag, 24. Juli 2020

Miss Elli und die verschwundene Uhr, Susanne Fülscher, Kristina Nowtnig, Carlsen Verlag



Miss Elli und die verschwundene Uhr, Susanne Fülscher, Kristina Nowtnig, Carlsen Verlag
Dies ist der dritte Erstleseband rund um die Geschwister Mieke und Ben und ihr fabelhaftes Kindermädchen Miss Elli mit einem Hauch von Magie und dem Flugmobil Fliemo. Weil die Eltern von Mieke und Ben beide im Krankenhaus im Schichtdienstarbeiten, passt manchmal die ältere Nachbarin Miss Elli auf sie auf. Die Kinder lieben sie und ihre Eltern haben keine Ahnung von Miss Ellis besonderen Fähigkeiten! Doch als die schöne blaue Armbanduhr von Bens Freund verschwunden ist, hilft das auf Anhieb auch erst mal nichts. Bis Ben, als er nach Hause radelt, bei seiner Klassenkameradin die blaue Uhr hervorblitzen sieht! Er hat einen Verdacht, will ihn aber nicht laut vor der Klasse aussprechen, sondern erst einmal der Sache nachgehen und da kommen dann Mieke, Miss Elli  und das Fliemo ins Spiel. 

Übrigens ist Miss Elli Engländerin und lässt immer mal wieder englische Begriffe einfließen. Diese waren Debbie (7) 1. Klasse durchaus verständlich, gerade weil es auch im Text erklärt wird, allerdings brauchte sie bei der Aussprache Hilfe von Mama. Sie kannte auch sonst nicht alle Begriffe, wie sich auf Nachfrage herausstellte, es hat sie aber nicht gestört und lesbar fand sie diese auch. Durch den Lockdown wurde im 1. Schuljahr noch weniger Englisch unterrichtet, als es sonst schon in RlP im ersten Schuljahr stattfindet, daher fand Debbie es super, so noch etwas zu üben. Es ist dann zwar etwas anstrengend, aber Übung macht den Meister, deswegen hat sie es abends gleich mehrfach zum Einschlafen vorgelesen, denn auch der große Bruder Jonathan (9) findet die Geschichte toll! Die Mutter findet sie eine gute Gelegenheit den Wortschatz der Kinder zu erweitern. Für meine 10 jährige Tochter waren allerdings alle Begriffe bekannt.
Aber! Dieses Buch hat ein großes Manko: Es ist ein Kindermagnet! Debbies kleine Schwester Hannah (5) findet es so toll, dass sie es immer wieder vorgelesen bekommen will (Band 1 Miss Elli legt los, kennt sie ja auch schon!). Es ist gerade ihr Lieblingsbuch und es ist unfair, dass es ihre große Schwester zum Lesen üben geschenkt bekommen hat, deswegen stibitzt sie es immer wieder heimlich und versteckt es! Während ich es im Garten las, hatte ich ständig Hanna vor mir, die mich anbettelte, es ihr vorzulesen 😉

Ich habe mal Grundschullehrerinnen gefragt, was ihnen wichtig ist, was Kinder unbedingt in der 1. Klasse lernen sollten und eine antwortete: den Unterschied zwischen Mein und Dein. Hier wird also ein ganz wichtiges Thema behandelt. Dabei wird ganz klar aufgezeigt, in welcher inneren Not sich das Kind befindet, weil seine Eltern nicht auf seine Bedürfnisse eingehen, sondern statt es nach seinen Wünschen zu fragen, stereotyp beschenken. Das ist nicht böse gemeint, aber fantasielos. Die Kinder zeigen hier echtes Verständnis und Einfühlungsvermögen und suchen nach einer Lösung, die allen gerecht wird. So wie bei Miss Elli wird es sicherlich nicht immer gelingen, denn wer hat schon magische Hilfe? Aber es ist ein wertvolles Vorbild um Kinder dazu zu bringen, über die Sorgen und Nöte anderer nachzudenken und Auswege zu suchen, statt bloßzustellen. Um über diese Themen mit seinem Kind zu sprechen, empfiehlt es sich, dieses Buch gemeinsam mit seinem Kind zu lesen. Dabei kann man dann gleich noch bei der Aussprache der englischen Begriffe helfen, oder auch mal unbekannte Wörter erklären, vielleicht auch ohne Nachfrage des Kindes.
Die vielen farbenfrohen Bilder von Kristina Nowtnig sind bunt und fröhlich und gefallen Jungs und Mädchen, weil sie absolut unkitschig sind. So gefällt es auch den Kindern, dass die Reihe gerne mal festgefahrene Rollenklischees indirekt in Frage stellt.
Die (Fibel-)Schrift hat Debbie beim Lesen sehr geholfen, ebenso dass die Kapitel schön kurz und bunt sind. Außerdem ist die Geschichte lustig und fantasievoll. Die Kinder lieben Miss Elli und wollen unbedingt noch mehr Geschichten von ihr!
Vielen lieben Dank an Susanne Fülscher und den Carlsen Verlag für diese wunderbare Leserunde.

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