Mittwoch, 18. Februar 2026

Water Moon, Samatha Sotto Yambao, gelesen von Pia-Rhona Saxe, Der Audio Verlag, Download 10 h 19 min.

 

Water Moon, Samatha Sotto Yambao, gelesen von Pia-Rhona Saxe, Der Audio Verlag, Download 10 h 19 min.

 

An ihrem 19. Geburtstag soll Hana das Geschäft ihres Vaters übernehmen, wozu sie erzogen wurde, sich aber überhaupt nicht bereit fühlt. Es ist kein normales Geschäft, es ist ein Pfandhaus, dass sich hinter der Fassade eines Ramen-Restaurants versteckt. Kunden, die ihre Entscheidungen bereuen, landen beim Öffnen der Ladentür im Pfandhaus von Hanas Familie, statt in einem kleinen Lokal. Statt eines satten Magens, erwartet sie Seelenfrieden und köstlicher grüner Tee. Schon beim Aufwachen hat Hana ein ungutes Gefühl und als sie Aufsteht, findet sie den Laden verwüstet vor und ihr Vater ist verschwunden, ebenso wie ein Teil aus dem Tresor. Doch zwischen all den umgeworfenen Möbeln findet sie auch Dinge, wie sie sonst ihr Vater als Hinweise für seine kleinen Rätsel für sie hinterlässt. Will er ihr einen Hinweis geben, wo er sich befindet? Noch während Hana darüber nachgrübelt, betritt ein junger Mann namens Keshian den Laden und wundert sich. Auch wenn sie ihn noch nie gesehen hat, kommt er ihr vertraut vor und sie fühlt sich zu ihm hingezogen, so erzählt sie ihm, was nie erzählt werden sollte und er beschließt sie auf ihrer Suche nach ihrem Vater zu begleiten. Je gefährlicher und verwirrender die Suche wird, desto entschlossen ist Keshian,  Hana auf ihrer Mission beizustehen.

 

Der Klappentext klingt so schön und romantisch und poetisch und seufz... und Pia-Rhona Saxe höre ich gerne, was kann da noch schief gehen? Ehrlich ich weiß es nicht! Irgendwie trifft jede Leserstimme zu, die ich gelesen habe, aber es war mir einfach too much! Emotional hat es mich nicht gepackt, sondern befremdet zurück gelassen. Die Gedanken und Gefühle waren mir einfach zu fremd. Diese Welt in der Hana und Physiker Keshian einander begegnen ist mir zu bizarr und teilweise echt gruselig und abstoßend, dabei liebe ich Romantasy und Ramen... aber das hier war echt weird. Jaaaaaa, sie fühlen sich von einander angezogen, sie die Herrscherin über Entscheidungen, die man im Nachhinein bereut und der rein logische Forscher, für den alles erklärbar sein muss.... Es ist sogar eine Liebe für die Ewigkeit, aber ich fühle sie nicht, ich bin viel zu sehr abgelenkt, von den ständigen unvorhersehbaren Wendungen, über die ich nachgrübeln muss, was mich das Fühlen vergessen lässt. Schon den Einstieg fand ich bizarr. Er spielt irgendwie mit zwei Ebenen. Einerseits will Keshian von den USA zurück nach Tokyo, wo er geboren ist, für einen Lehr- und Forschungsauftrag an der Uni, aber irgendwie geht er auch in ein Ramen-Restaurant, das nicht für jeden ein Ramen-Restaurant ist, sondern für einige, wie Keshian, ein schicksalshafter Ort, an dem sie Entscheidungen, die sie rückblickend bedauern zurück geben können und gegen ihren Seelenfrieden eintauschen....

 

Es kann gut sein, dass Manga oder Anime-Fans verzaubert sind. Ich bin es nicht. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Radio gehört, was ein deutliches Zeichen ist, dass mich ein Hörbuch nicht wirklich interessiert. Ich habe nicht wirklich wissen wollen, ob sie zueinander finden, weil es mir eigentlich egal war, trotz der überraschenden Wendungen. Eigentlich ist der Plot mit den zwei absolut konträren Persönlichkeiten auch interessant, aber ich habe immer wieder den Faden verloren und mich gefragt, wer denn nun das schon wieder sei. Ach ja, grünen Tee und Physik mag ich übrigens auch nicht...

 

Pia-Rhona Saxe höre ich wie gesagt gerne, aber hier habe ich mich manchmal gefragt, ob sie selbst durchsteigt, oder auch den Faden verloren hat...

 

Ganz herzlichen Dank an den Der Audio Verlag für mein Hörexemplar, es klang zauberhaft.

 

Hier könnt ihr reinhören:

https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/water-moon-sotto-yambao-samantha-978-3-7424-3541-5/

 

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Montag, 16. Februar 2026

The Woman in suite 11, Ruth Ware, gelesen von Julia Nachtmann, DAV 11 h 5 min. ungekürzt

 

The Woman in suite 11, Ruth Ware, gelesen von Julia Nachtmann, DAV 11 h 5 min. ungekürzt

 

Lo Blackwood is back! Die Heldin von The Woman in cabin 10 ist mittlerweile erfolgreiche Buchautorin und hat einen Bestseller über ihre traumatischen Erlebnisse damals geschrieben. Dann kam die Pandemie und die 2 Söhne und jetzt will sie endlich wieder durchstarten als Journalistin. Doch nach so einer langen Pause ist es schwierig. Die Einladung zur Eröffnung des neuen exklusiven Grand Hotel du Lac am Genfer See der Leidman Group scheint da ihre Chance zu sein! Wenn sie auch noch ein Interview mit dem über 70 jährigen Patriachen Marcus Leidmann ergattern könnte, wäre der Erfolg garantiert. Also besteigt sie den Flieger, sich wundernd, wer für sie ein Upgrade auf die 1. Klasse gebucht hat. Vor Ort ist ihr Staunen nicht geringer, da außer ihr noch weitere Mitreisende der damaligen Horror-Kreuzfahrt auf der Aurora anwesend sind. Die größte Überraschung ist jedoch die nächtliche Einladung auf Marcus Leidmans Zimmer. Dort erwartet sie eine alte Bekannte, der gegenüber sie mehr als zwiespältige Gefühle hegt. Erst brachte Carrie sie in Lebensgefahr, dann rettete sie ihr das Leben. Nun bittet sie Lo um Hilfe: Marcus Leidman hält sie wie in einem goldenen Käfig gefangen, da sie weltweit als Mörderin gesucht wird. Doch er tut ihr unglaubliches an und Lo ist ihre einzige Chance zur Flucht!

 

Julia Nachtmann verkörpert wunderbar glaubhaft die ebenso beharrliche, wie intelligente aber auch psychisch angegriffene Journalistin, die nur der Wahrheit und ihrem Gewissen verpflichtet scheint. Ihre warme Stimme schafft sofort Sympathien für die Mutter, die endlich wieder professionell wahrgenommen werden will. Geschickt wandelt sie situationsbedingt ihre Stimme und baut dadurch zusätzliche Spannung auf und unterstützt den flüssigen und packenden Schreibstil von Ruth Ware. Diese spielt gekonnt mit unseren Erwartungen und Sympathien und man weiß nicht wem man trauen kann, außer Lo. Der an „The Woman in Cabin 10“ erinnernde Titel lässt ein ähnliches Verbrechen vermuten, doch dies ist kein einfacher Abklatsch des früheren Erfolgs. Es ist eher eine Spiegelung der Geschichte. Nicht die Leiche einer unbemerkten Passagierin verschwindet und man glaubt ihr nicht, Lo lässt dieses mal eine Frau verschwinden, in der Hoffnung, dass ihnen niemand auf die Spur kommt, obwohl einer der reichsten und mächtigsten Männer eben diese Frau vermissen und suchen wird. Sobald Julia Nachtmann in den lebendigen Dialogen in die Rolle der Carrie schlüpft klingt sie gleich sprunghafter und impulsiver, nicht so ruhig und bedacht wie als Lo. Sie klingt dynamisch und attraktiv aber auch unüberlegt und hitzig. Eine explosive Mischung, die Lo einiges an Nerven kosten wird.

 

Man kann diesen Thriller gut ohne Vorkenntnisse hören. Die Figuren werden nach und nach eingeführt, so dass man selbst beim Zuhören nicht durcheinander kommt. Ich kannte den Vorgänger auch nicht und hatte keinerlei Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Wobei es sicherlich noch interessanter ist, zu erfahren, was auch der Hälfte der Mitreisenden der Aurora wurde, wenn man dieses Abenteuer auch kennt. Zwischen den zwei Frauen entspannt sich eine merkwürdige Sympiose, eine Abhängigkeit, die Lo immer wieder zweifeln lässt, ob sie das Richtige tut und warum.

 

Trotz einiger Ungereimtheiten und Zufälle definit hörenswert und spannend.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Der Audio Verlag für mein Hörexemplar!

 

https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/the-woman-in-suite-11-ware-ruth-978-3-7424-3657-3/

 

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