Samstag, 21. Februar 2026

Ayeshas Pinsel Cornelia Funke und Pauline Pete, KUNSTANST!FTER Verlag

 

Ayeshas Pinsel

Cornelia Funke und Pauline Pete, KUNSTANST!FTER Verlag

Dieses Kinderbuch erzählt die durchaus schöne und aktuelle Geschichte einer Künstlerin, die angesichts des Krieges in ihrer Heimat und in ihrer Stadt durch ihre Kunst Schutz, Trost und Hoffnung verbreitet.

Ayesha hat ihre eigene kleine Werkstatt, in der sie Bilder malt, die wann immer sie sie anschaut, sie  glücklich machen. Die Materialien für ihre Kunst kauft sie in Oksanas Laden. Sie versteht sich gut mit Oksana und ihrem Sohn Emil, dem sie jedes Mal ein kleines Bild schenkt. Sie führten ein glückliches Leben, doch das soll nicht so bleiben: Der Krieg kommt in ihre Stadt und bringt Angst und Zerstörung. In diesen grauen Zeiten bietet Ayesha einigen Menschen Schutz in ihrem Keller. Die Trauer und Unsicherheit wachsen jedoch. Als Emil ihr einen Pinsel in die Hand drückt, beschließt Ayesha für sie zu malen und die anderen beginnen mitzumachen. Gemeinsam malen sie sich, alles, was sie verloren haben und es scheint wie ein Hoffnungsschimmer. Doch kann die Kunst sie vor dem grausamen Krieg bewahren?

Gewidmet ist dieses Buch allen, die wie die Protagonistinnen, sowie deren Vorbilder, ihr Talent und ihre Leidenschaft nutzen, um Menschen in ihrer Not oder ihrer Krise zu helfen, indem sie wieder Farbe in ihre ergraute Welt bringen. 

Es basiert auf den wahren Geschichten zweier inspirierender Frauen: Ayesha Gamiet, einer muslimischen Illustratorin aus dem Osten Englands, mit der Cornelia Funke bereits persönlich und professionell zu tun hatte, die sie ihrerseits ermutigen konnte, ihren Traum, auch selbst zu schreiben, zu verwirklichen. Oksana Bula, eine ukrainische Illustratorin, die versucht Bewusstsein für das Leben im Kriegsgebiet zu schaffen. Mit ihren kreativ, charmanten Büchern mit deutscher Übersetzung und ihren Besuchen in Deutschland wurde auch sie zur Inspiration dieses Buches.

Von den beiden findet man ein ausführliches Interview auf Cornelia Funkes Homepage.

Aufgrund der berührenden Geschichten dieser und noch weiterer mutiger Künstler*innen war es der Autorin ebenso wie der Illustratorin sehr wichtig, das Thema nicht zu sehr zu beschönigen, um die realen Schwierigkeiten und Ängste zu würdigen. Dabei haben die beiden bewusst darauf geachtet, es für die Altersgruppe ab 7 Jahren angemessen, aber anschaulich zu gestalten, damit ihre jüngeren Leserinnen und Leser sich mit diesem sehr präsenten und wichtigen Thema auf bewegende, aber nicht verängstigende Weise auseinander setzen können. Das ließen sie in einem Interview vom 16.02.26 mit der Rheinzeitung herausklingen.

Cornelia Funke ist bereits seit über 30 Jahren Kinderbuchautorin mit vielen bekannten Werken wie die Gespensterjäger oder Tintenherz. Im Laufe ihrer Karriere lernte sie die Bedeutung und die Kraft der Leser, was sie dazu bewegte, dieses Buch zu schreiben.

Die Illustrationen von Pauline Pete geben dabei die Stimmung der Geschichte zu den verschiedenen Zeitpunkten sehr passend wieder. Dabei sind einige Seiten sehr farbenfroh und andere grau und düster, am Ende des Buches bleibt jedoch ein Hoffnungsschimmer.

Ich finde das Buch sehr anschaulich und gelungen. Nicht zu traurig, aber trotzdem realistisch und gleichzeitig kreativ und inspirierend. Das offene Ende verleiht der Geschichte einen gewissen Zauber und Hoffnung, wobei es sie elegant abrundet. Ich kann es nur weiterempfehlen.

 

Vielen Dank an den KUNSTANST!FTER Verlag und die Agentur Buchcontact für dieses besonders authetische Rezensionsexemplar

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Mittwoch, 18. Februar 2026

Water Moon, Samatha Sotto Yambao, gelesen von Pia-Rhona Saxe, Der Audio Verlag, Download 10 h 19 min.

 

Water Moon, Samatha Sotto Yambao, gelesen von Pia-Rhona Saxe, Der Audio Verlag, Download 10 h 19 min.

 

An ihrem 19. Geburtstag soll Hana das Geschäft ihres Vaters übernehmen, wozu sie erzogen wurde, sich aber überhaupt nicht bereit fühlt. Es ist kein normales Geschäft, es ist ein Pfandhaus, dass sich hinter der Fassade eines Ramen-Restaurants versteckt. Kunden, die ihre Entscheidungen bereuen, landen beim Öffnen der Ladentür im Pfandhaus von Hanas Familie, statt in einem kleinen Lokal. Statt eines satten Magens, erwartet sie Seelenfrieden und köstlicher grüner Tee. Schon beim Aufwachen hat Hana ein ungutes Gefühl und als sie Aufsteht, findet sie den Laden verwüstet vor und ihr Vater ist verschwunden, ebenso wie ein Teil aus dem Tresor. Doch zwischen all den umgeworfenen Möbeln findet sie auch Dinge, wie sie sonst ihr Vater als Hinweise für seine kleinen Rätsel für sie hinterlässt. Will er ihr einen Hinweis geben, wo er sich befindet? Noch während Hana darüber nachgrübelt, betritt ein junger Mann namens Keshian den Laden und wundert sich. Auch wenn sie ihn noch nie gesehen hat, kommt er ihr vertraut vor und sie fühlt sich zu ihm hingezogen, so erzählt sie ihm, was nie erzählt werden sollte und er beschließt sie auf ihrer Suche nach ihrem Vater zu begleiten. Je gefährlicher und verwirrender die Suche wird, desto entschlossen ist Keshian,  Hana auf ihrer Mission beizustehen.

 

Der Klappentext klingt so schön und romantisch und poetisch und seufz... und Pia-Rhona Saxe höre ich gerne, was kann da noch schief gehen? Ehrlich ich weiß es nicht! Irgendwie trifft jede Leserstimme zu, die ich gelesen habe, aber es war mir einfach too much! Emotional hat es mich nicht gepackt, sondern befremdet zurück gelassen. Die Gedanken und Gefühle waren mir einfach zu fremd. Diese Welt in der Hana und Physiker Keshian einander begegnen ist mir zu bizarr und teilweise echt gruselig und abstoßend, dabei liebe ich Romantasy und Ramen... aber das hier war echt weird. Jaaaaaa, sie fühlen sich von einander angezogen, sie die Herrscherin über Entscheidungen, die man im Nachhinein bereut und der rein logische Forscher, für den alles erklärbar sein muss.... Es ist sogar eine Liebe für die Ewigkeit, aber ich fühle sie nicht, ich bin viel zu sehr abgelenkt, von den ständigen unvorhersehbaren Wendungen, über die ich nachgrübeln muss, was mich das Fühlen vergessen lässt. Schon den Einstieg fand ich bizarr. Er spielt irgendwie mit zwei Ebenen. Einerseits will Keshian von den USA zurück nach Tokyo, wo er geboren ist, für einen Lehr- und Forschungsauftrag an der Uni, aber irgendwie geht er auch in ein Ramen-Restaurant, das nicht für jeden ein Ramen-Restaurant ist, sondern für einige, wie Keshian, ein schicksalshafter Ort, an dem sie Entscheidungen, die sie rückblickend bedauern zurück geben können und gegen ihren Seelenfrieden eintauschen....

 

Es kann gut sein, dass Manga oder Anime-Fans verzaubert sind. Ich bin es nicht. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Radio gehört, was ein deutliches Zeichen ist, dass mich ein Hörbuch nicht wirklich interessiert. Ich habe nicht wirklich wissen wollen, ob sie zueinander finden, weil es mir eigentlich egal war, trotz der überraschenden Wendungen. Eigentlich ist der Plot mit den zwei absolut konträren Persönlichkeiten auch interessant, aber ich habe immer wieder den Faden verloren und mich gefragt, wer denn nun das schon wieder sei. Ach ja, grünen Tee und Physik mag ich übrigens auch nicht...

 

Pia-Rhona Saxe höre ich wie gesagt gerne, aber hier habe ich mich manchmal gefragt, ob sie selbst durchsteigt, oder auch den Faden verloren hat...

 

Ganz herzlichen Dank an den Der Audio Verlag für mein Hörexemplar, es klang zauberhaft.

 

Hier könnt ihr reinhören:

https://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/water-moon-sotto-yambao-samantha-978-3-7424-3541-5/

 

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