Mittwoch, 5. Dezember 2018

Kinderbuchblogger-Adventskalender 6. Türchen:



Kinderbuchblogger-Adventskalender 6. Türchen: Kunterbunte Weihnachten 1-2-3 Minuten-Geschichten, Cally Stronk & Christian Friedrich mit Illustrationen von Pe Grigo
Heute ist Nikolaus, Zeit für das 6. Türchen an unserem Adventskalender. Da es nichts Schöneres als leuchtend große Kinderaugen gibt, wenn Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann erscheinen, verlosen wir heute ein Buch mit vielen kurzen bunten Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen für die Kleinen.
Für die Kleinsten müssen die Geschichten einfach kürzer, bunter und dem Verständnishorizont der kleinen Zuhörer angepasst sein. Daher bietet dieses Vorlesebuch kurze Geschichten, mittellange Geschichten und „lange“ Geschichten, wobei die langen Geschichten natürlich auch nur lang im Sinne von länger für Kindergartenkinder sind. 

Die Autoren Cally Stronk und Christian Friedrich haben sich 40 ganz unterschiedliche Weihnachtsgeschichten ausgedacht, bei denen sicherlich für jeden Kindergeschmack und jede Konzentrationsspanne etwas dabei ist. Diese sind in 3 Themenkreise untergliedert: Weihnachtsüberraschung (über Adventskalenderdörfer, Schlittenbau, Weihnachtshasen, Monsterweihnacht, Süßigkeitendiebe, Roboterehrenworte und vieles andere) , Weihnachtswunder (über ein Wunder im Vorgarten, Schneezauber, Wüstenschnee, einen magischen Wetterglobus, Wichtelbesuch, flinke Lebkuchenmännchen, die fantastische Reise des Weihnachtsmannes und vieles mehr) und Weihnachtsfreude (von der Weihnachtsfrau, Piratenweihnachtspost, das Geheimrezept des Weihnachtsmannes, von Möhrchen, Bärchen und Häschen und vielerlei anderem Erfreulichem). 
Ich habe die Geschichten meinen jungen Nachbarinnen vorgelesen, die 2,5 Jahre (Hanna) und 5,5 Jahre (Debbie) sind. Mit 5,5 Jahren konnte mir Debbie auch schon ganz klar sagen, was ihr warum besonders gut gefällt: Ihre Lieblingsgeschichte ist wider Erwarten nicht „Die Prinzessin und der Feuerdrache“ (auch ganz prima, meine zwei „Anna und Elsa“-Fans waren durchaus beeindruckt) sondern: Rudolphs Rentierschnupfen! Vorsicht Spoiler! (Na gut, für eine von 40 Geschichten).
Jedes Kindergartenkind kennt inzwischen Rudolph mit der roten Nase. Aber mal ehrlich, wieso sollte ein Rentier eine rote Nase haben, es ist ja wohl kein Clown oder Karnevalsjeck! Das hat nicht nur Cally Stronk und Christian Friedrich beschäftigt, sondern auch meine Zuhörer. Man stelle sich das mal vor, es ist Zeit mit den Weihnachtsvorbereitungen zu beginnen, die Rentiere bereiten sich darauf vor, den Schlitten zu ziehen und Rudolph liegt nur schlapp, niesend mit roter Nase und Schal im Bett! Oh je, ein Rentier mit Weihnachtsallergie, was für eine Katastrophe! Doch so recht kann der Weihnachtsmann das nicht glauben, eine Allergie gegen Weihnachten hält er für unmöglich! Also beobachtet er sein angeschlagenes Rentier ganz genau und erwischt es dabei, wie es heimlich aus dem Bett schleicht und von den Plätzchen nascht! (Das würden ja Kinder niemals tun, dafür haben sie bestimmt alle kein Verständnis!). Natürlich spricht der Weihnachtsmann Rudolph darauf an und dieser räumt ein, die leckeren Weihnachtsplätzchen mit den Haselnüssen stibitzt zu haben. Da fällt dem Weihnachtsmann das Eichhörnchen im Tannenwald ein, daß gegen Haselnüsse allergisch ist und seither nur noch Walnüsse ist. Fortan gibt es halt auch Weihnachtsplätzchen mit Walnüssen und Rudolph ist wieder ganz eifrig mit dabei dem Weihnachtsmann mit all der vielen Arbeit zu helfen! Auch wenn der nun nicht mehr schniefen und niesen muss, bekommt Rudolph jetzt immer, wenn er sich bei seiner Arbeit besonders freut, eine rote Nase! Also eigentlich ständig, in der Weihnachtszeit.
Bei der Auswahl dieser Geschichte hat Debbie einen ausgezeichneten Geschmack bewiesen und nicht nur der wachsenden Schar an Allergikern wird diese Geschichte das Herz erwärmen (wir backen daher mit Mandeln).     

Sich 40 völlig verschiedene Geschichten auszudenken ist natürlich nicht so leicht, schon gar nicht wenn draußen die Sonne vom Himmel brennt, aber gemeinsam macht es einfach mehr Spaß. Das durften Cally Stronk (Leonie Looping, die Mafflies – ein Geheimtipp von uns!, „Theo und der Mann im Ohr“) und ihr Mann Christian Friedrich auch feststellen, als sie nach dem Vorschlag des Verlags im warmen Bologna erst mal angefangen haben, sich Weihnachtsabenteuer auszudenken. Wir hatten den Eindruck, daß es ihnen selbst richtig viel Spaß gemacht hat und wir sind ganz zuversichtlich, daß noch weitere gemeinsame Projekte folgen werden.
Meine kritische Zuhörerin Debbie, die oft die mangelnde Anzahl von Illustrationen in Vorlesegeschichten bemängelt, war dieses Mal übrigens hochzufrieden, na ja, bis auf meine mangelnde Ausdauer, ich hätte das Buch auch gerne in einem Rutsch vorlesen dürfen! Ein dickes Lob an Illustratorin Pe Grigo von Hanna, Debbie und mir.
Der ganz besondere Charme dieser Vorlesegeschichten liegt in der Vielseitigkeit der Themen und der Variationsbreite der Vorlesedauer. So kann diese Weihnachtsgeschichtenvorlesewunder mit den Kindern und der Familie mitwachsen. Im Alter von 2 Jahren können die Kinder die ersten kurzen Geschichten gut verfolgen und verstehen und die nächsten Jahre dann die längeren Geschichten hören. Wie meine gebannt lauschenden Nachbarinnen gezeigt haben, sind sie wirklich kindgerecht und verständlich. Der Kleinsten haben es natürlich die vielen liebevollen farbigen Illustrationen angetan und die Größere sprach mit mir verständig über die Inhalte. Ganz klar, die Geschichten kamen auch in ihrer Vielfalt an! Einige Geschichten sind besinnlicher als andere und auch die größten Weihnachtsmuffel können sich dann mit Themen wie „Großes Roboterehrenwort“ anfreunden. Großeltern können sie daher ihrer stetig wachsenden Enkelschar ebenso gut vorlesen, wie Erzieherinnen in Krippe oder KiGa, oder eben die Eltern zum Einschlafen oder Träumen. Niemand ist auf 24 Geschichten beschränkt, hier kann gestöbert und wieder und wieder gelesen und geschaut werden, wie es das Kinderherz begehrt! Ein Weihnachtsgeschichten-Schatz für die frühe Kindheit.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Ravensburger Verlag und den Autoren, sowohl für das Leseexemplar, als auch für die Einblicke in die Entwicklungsgeschichte.

Um in den Lostopf zu hüpfen, hinterlasst mir hier einfach einen Kommentar in dem ihr mir verratet, was eure liebste Weihnachtsdeko ist.

Teilnahmebedingungen:
   Das Gewinnspiel beginnt am 06.12.18 und endet am 07.12.18 um 23.59 Uhr
   Es entscheidet das Los. Der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen
   Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands
   Wenn ihr einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlasst, erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden
   Der glückliche Gewinner wird am 07.12. in diesem Beitrag verkündet. Bitte hinterlasst mir eine Kontaktmöglichkeit (E-Mailadresse, Lovelybooksname, Instagramlink, usw.) damit ich mich auch zusätzlich noch mal bei dem Gewinner melden kann

Morgen öffnet sich das z. Türchen bei der lieben Favola von https://www.favolinajunior.ch/
Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß mit unserem Adventskalender. :)

Montag, 3. Dezember 2018

Die Zeitdetektive im Land der Pharaonen, gelesen von Stephan Schad, erschienen im Jumbo-Verlag



Die Zeitdetektive im Land der Pharaonen, gelesen von Stephan Schad, erschienen im Jumbo-Verlag

Die Ägypten-Spezial-Box enthält die Bände: Verschwörung in der Totenstadt (Band 1), Geheimnis um Tutanchamun (Band 5) und Kleopatra und der Biss der Kobra (Band 15), aber Vorsicht, es gibt noch mehr Ägypten-Bände in dieser Wissenskrimi-Reihe für neugierige Kids.

In „Verschwörung in der Totenstadt“ lernt man die 3 Zeitdetektive Kim, Leon und Julian kennen. Erfährt wie sie mithilfe des Nebenraums der Klosterbibliothek „Tempus“ in die Zeit reisen können und wie sie direkt in ihrem ersten Abenteuer die Hofkatze Kija, die beste Leibwächterin der Pharaonin Hatschepsut, kennenlernen. Pharaonin Hatschepsut? Ja, es gab nicht nur die legendäre Kleopatra, daher haben die Freunde auch für den Geschichtsunterricht die Aufgabe, über diese weniger bekannte, gottgleiche Herrscherin ein Referat zu halten. Damit das nicht so langweilig und trocken ist, reisen sie in der Zeit, um es am eigenen Leibe zu spüre und das ist ganz schön brenzlig. Denn es gibt einige Intriganten bei Hofe, die der Pharaonin nach dem Leben trachten, auch weil sie der Meinung sind, daß eine Frau auf dem Thron nichts zu suchen hat. Aber zum Glück hat die Regentin ja ihre Katze, die sie vor Giftanschlägen warnt. Doch wer steckt dahinter?

Auch wenn die mächtige Kleopatra allen bekannt ist, egal ob von Asterix & Obelix, Liz Taylor oder welcher Verfilmung auch immer. Auch im alten Ägypten war es nicht selbstverständlich, daß eine Frau das Land regierte. Mit welchen Anfeindungen und welchem Machtkalkül sie zu kämpfen hat, ist für zuhörende Mädchen besonders spannenden. #Metoo könnte glatt von Hatschepsut stammen!
Die Zeitdetektive klären meistens große Kriminalfälle der Zeitgeschichte aus, die bis heute noch ein Mysterium sind (klar, die Pharaonen hatten weder Twitter noch YouTube, sollte Donald Trump je etwas passieren, würde es sicher live gefilmt oder getwittert). Dabei wird aber stets klar gestellt, daß die Variante, die die jungen Ermittler aufdecken, nicht die offizielle Version in den heutigen Geschichtsbüchern ist.

In Geheimnis um Tutanchamun geht es um den bis heute rätselhaften Tod, dieses relativ unbedeutenden Herrschers. Er hat weder lange gelebt, noch regiert, seine Ehe blieb kinderlos, aber er erlangte Weltruhm, weil sein Grab wie durch ein Wunder von Grabräubern verschont blieb, bis es der britische Archäologe und Maler Howard Carter im Jahre 1922 öffnete. Tutanchamun lebte in der 18. Dynastie und bestieg mit etwa 7 Jahren den Thron. Bis zu seinem Tod mit 18 Jahren regierte daher vor allem Großvizir Asja, der selbst gerne auf dem Thron gesessen hätte. Als Herrscher hatte Tutanchamun die Aufgabe mit seiner ebenfalls jungen Frau Anchesenamun den Fortbestand der Dynastie zu sichern, doch sie brachte keine lebenden Kinder zur Welt. Diese Kinderlosigkeit wurde natürlich der Frau angelastet, wodurch ihre Tage am Hofe bereits zum Zeitpunkt des Todes ihres Mannes gezählt waren. Doch wieso ist der Pharao so früh gestorben, war es wirklich so, wie heute angenommen wird? Dieser spannenden Frage gehen Kim, Leon, Julian und Kija nach, denn die Hofkatze wollte sich nicht von ihren neuen Freunden trennen und Kim würde sie auch ganz sicher nie wieder hergeben. Ganz ehrlich, ohne ihren 7. Sinn wären die Kinder aber oftmals auch wirklich aufgeschmissen.

In Kleopatra und der Biss der Kobra müssen die Freunde Kim, Leon und Julian diesmal ein Biologie-Referat über Schlangen halten. Hat nicht Kleopatra damals den Freitod durch den Biss einer Schlange gewählt? Aber so gefährlich sind sie doch gar nicht, wie die Schüler bei ihren Recherchen feststellen müssen. Da kann doch wieder etwas nicht stimmen! Höchste Zeit in das Ägypten im Jahre 69 vor Christus zu reisen. Dort lernen die 4 Freunde die wohl berühmteste Verführerin der Geschichte kennen, auf die auch so mancher Anschlag verübt wurde. Aber Katze Kija hat in dieser Aufgabe ja Übung und empfiehlt sich durch ihren heldenhaften Einsatz der Pharaonin, die zum Dank die Kinder mit der Aufgabe der königlichen Katzenpflege beauftragt. So kommen die Freunde na genug an sie heran, um die wahren Umstände ihres Todes aufzuklären. Denn Kleopatra hatte nicht nur viele mächtige Geliebte, sie hatte auch viele Feinde. Kleopatra ist nicht die einzige Prominente ihrer Zeit, die in dieser Folge vorkommt.

In dieser Box dreht sich alles um das alte Ägypten, die goldene Zeit der Pharaonen. Na ja, für diese war es eine goldene Zeit, aber für die normale Bevölkerung? Kim, Julian und Leon bekommen es am eigenen Leib zu spüren, wie hart diese Zeiten waren. Kinderarbeit selbst verständlich, kein Thema! Und wenn die Kinder den mächtigen Intriganten zu nahe kommen, dann nichts wie in den Kerker. Auch vor Hinrichtungen von Kindern wurde nicht zurückgeschreckt, Hauptsache die göttliche Allmacht des Herrschers/der Herrscherin wurde nicht in Frage gestellt, Gerechtigkeit gibt es allenfalls für die Herrschenden. Das bekommen die jungen Hörer ganz klipp und klar vor Ohren geführt. Neben all der Spannung, wie sie sich aus diesen brenzligen Situationen im Namen des Forschergeistes wieder befreien sollen, überwiegt bei uns das Gefühl der Ohnmacht und der Willkür! Ja, Kinder haben es heutzutage gut, daß sie in die Schule gehen und Hausaufgaben machen dürfen! Sehr gut hat uns Katze Kija als heimliche Heldin und Retterin in der Not gefallen. Meine Älteste mag die Zeitdetektiv-Boxen sehr gerne und sie werden auch regelmäßig von Freunden ausgeliehen, besonders von Freunden mit Katzen. Endlich weiß sie nun auch wie Kija zu den drei Freunden gestoßen ist, das fand sie super.
Die Mutter findet es super, daß es neben den spannenden Krimis, in denen man einiges nebenbei lernt, auch ein erläuterndes Booklet gibt, daß spannende Infos zu den wichtigsten geschichtlichen Persönlichkeiten der Bände und jeweils ein Glossar gibt. Da habe auch ich noch was gelernt. So habe ich mich immer gewundert, warum im Französischen der Leuchtturm „Phare“ heißt, „Lighthouse“ finde ich ja logisch, aber „Phare“? Ja, da hat wohl jemand die 7 Weltwunder vergessen, „Pharos“ der Leuchtturm von Alexandria gehört dazu und wurde zwischen 299 und 279 v. Chr. Für umgerechnet neun Millionen Euro gebaut. Er war 150 m hoch und damit neben den Pyramiden von Gizeh das höchste Bauwerk der damaligen Welt. Dieser spielt in meinem Lieblingsband „Kleopatra und der Biss der Kobra“ eine entscheidende Rolle.

Stephan Schade spricht die Abenteuer sowohl eindringlich lebendig und unauffällig zugleich. Wie das geht? Er hat eine angenehme Stimme, die wohl moduliert spricht, aber nicht so speziell ist, das man Gefahr läuft, daß man sich an ihre satt hört. Das finde ich gerade bei solch Dauerbrenner-Reihen ausgesprochen hilfreich. Er betont gekonnt die Spannung, so daß man bei Hören die Luft anhält.

Da haben wir mal wieder auf spannende und unterhaltsame Weise eine Menge gelernt, na gut, man sollte natürlich die Bereitschaft mitbringen, das Booklet auch zu lesen! Wer jetzt erst auf den Geschmack mit Abenteuern aus dem alten Ägypten gekommen ist, keine Sorge, dies sind nicht die einzigen Kriminalfälle, die dort spielen, daher haben die Zeitdetektive noch weitere Fälle im antiken Ägypten untersucht und die Reihe wird ja von Fabian Lenk noch fortgeführt.

Eine tolle Reihe, die wir unbedingt weiterempfehlen für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren.

Wir bedanken uns ganz herzlichen beim Jumbo-Verlag für dieses tolle Hörvergnügen.