Werbung/Rezensionsexemplar: „Cassandra Morgan (2) – Die magische Flöte“ Skye McKenna, gelesen von Leonie Landa, Der Audio Verlag, digital 7 h 45 min. ungekürzt
Cassandra hat der Ehrgeiz gepackt und sie will sich ganz auf ihre Hexenausbildung konzentrieren, schließlich hat sie noch einiges aufzuholen, gegenüber ihren gleichaltrigen Zirkelfreundinnen, die schon immer unter Hexen lebten. Doch eines Tages machen Cassy und ihre Freundinnen eine erschreckende Beobachtung: Ro's Vater scheint unter einem Fluch zu stehen! Er sucht ganz verzeiweifelt etwas für seinen Herren. Zum Glück können die drei Freundinnen ihn erlösen, aber es war echt knapp und auch andere Dorfbewohner scheint es zu treffen. Der mysteriöse, böse Erlkönig will sie zwingen für ihn nach einem verschwundenem Artefakt zu suchen: Sir Egad Lanze. Diese Lanze macht unbesiegbar, doch wer seine Spitze berührt stirbt! Eine so mächtige Waffe darf dem Erlkönig nicht in die Hände fallen und das ausgerechnet jetzt, so kurz vor Halloween, jetzt wo Tante Miranda weg ist und von der viel zu lieben Eva Early vertreten wird! Außerdem sollen sie noch Cassys nervigen eingebildeten Cousin Sebastian, bei Laune halten... Als ob sie sonst nichts zu tun hätten?
Kaum hat sich Cassy an ihre etwas spröde und strenge Tante Miranda gewöhnt, wird diese in wichtiger Mission nach London berufen. Doch sie soll sich noch um ihren Cousin Sebastian kümmern, der Hexen ablehnt und auch Eva Early wird in Hardwood Hall einquartiert. So schwierig sie bisweilen ihre strenge Tante fand, so ist Eva Early das genaue Gegenteil. Selbst zu den dubiosesten Faeries sollen sie freundlich sein? Diese könnten aber ganz schön gefährlich sein! Cassy fühlt sich etwas überfordert, aber zum Glück ist auf Ro und Tabitha Verlass. Allerdings tanzt ausgerechnet die ehrgeizige Vorzeige-Hexe Ivy völlig aus der Spur und verhält sich auch sonst merkwürdig... Aber Cassy bleibt keine Zeit sich zu wundern, sie will ihre Mutter retten, ihr nächstes Hexenabzeichen machen, die Dorfbewohner vor dem Fluch und dem Erlkönig schützen und und und. Ganz schön viel für eine Zwölfjährige!
Skye McKenna zeichnet die Faeries wie alles auf der Welt: die einen sind böse, die anderen gut und die meisten irgendwo dazwischen. Da gibt es nicht nur schwarz und weiß, denn auch Hexen und Faeries sind komplex und nicht nur zweidimensional. Ein wirklich schlüssiges Worldbuilding, das mit seinen magischen Kreaturen und eigenen Regeln verzaubert. Dabei stellt sie die jungen Nachwuchshexen vor noch größere Herausforderungen und Gefahren, die sie über sich selbst hinauswachsen lassen und bei denen es sich auszahlt, dass sie bisweilen sehr rücksichtsvoll mit ihrer Umwelt umgehen. Dabei spielen auch in diesem Abenteuer Freundschaft, Familie, Herkunft, Wissensdurst und Offenheit eine große Rolle.
Leonie Landa lässt diese fantastische Welt am Saum des magisches Reiches Faerie lebendig werden, mit ihrer wunderbar frischen und wandelbaren Stimme. Sie bringt nicht nur jugendlichen Flair mit, sondern schafft für jede Kreatur die passende Stimmfarbe und beweist ein ausgezeichnetes Gespür für die von Skye McKenna geschaffene Atmosphäre. Das lässt dieses Abenteuer noch spannender werden und zieht uns mit in diese fremde Welt. Da kommt keine Langeweile auf! Aber auch keine unnötige Grausamkeit für das empfohlene Alter ab 10 Jahren.
Sehr gut hat mir das Ende gefallen, das sowohl sehr versöhnlich ist, denn auch bei Cassy zahlt es sich stets aus, dass sie bisweilen einen anderen Weg im Umgang mit Faeries wählt und sie so einige ihrer Mitmenschen besser versteht. Es macht aber auch gleichzeitig neugierig auf Cassys nächste Herausforderungen und die Frage, ob ihrer Mutter eigentlich überhaupt noch zu helfen ist?
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Der Audio Verlag für mein Hörexemplar
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