Montag, 19. Oktober 2026

Werbung da Blogtour mit Reziexemplar Woche der seelischen Gesundheit: „Sturmgefühle, Schattenbilder – Kindern Borderline erklären“ Michelle Müller-Nagy, Joceline Altevogt:

 

Werbung da Blogtour mit Reziexemplar Woche der seelischen Gesundheit:

„Sturmgefühle, Schattenbilder – Kindern Borderline erklären“ Michelle Müller-Nagy, Joceline Altevogt:

 

Mama holt Sammy vom Kindergarten ab. Das klingt eigentlich ganz normal, aber nicht für Sammy, denn Sammy wächst nicht bei Mama und Papa, sondern bei Oma und Opa auf. Mama ist krank, sie hat eine Borderline-Störung und daher kann sie nicht dauerhaft für Sammy sorgen, sondern darf ihn nur regelmäßig besuchen. Eine Zeit die beide genießen und zu schätzen wissen.

Heute erzählt Sammy ganz begeistert, dass morgen alle verkleidet in die Kita gehen dürfen und wünscht sich, als Drache gehen zu dürfen! Oma hat eine große Kleidungs- und Verkleidungskiste. Diese stöbern sie gemeinsam auf der Suche nach Ideen durch, damit Mama für Sammy ein Drachenkostüm nähen kann. Mit Drachen kennt sich Mama super aus, weil es sich oft so anfühlt, als würde in ihr ein riesiger, feuriger Wutdrache schlummern, stets darauf wartend zu entkommen und loszutoben, zu brüllen und dabei leider auch eine ganz Menge kaputt zu machen. Will Sammy dann wirklich ein Drache werden, denn eigentlich ist er ja ganz lieb, aber wie ist es denn mit Mama?

 

Wir lernen hier Sammys Mama kennen, die nicht immer ein wütender Drache ist, sondern jetzt, da sie bei Sammy ist, ist sie liebevoll und geduldig. Sie erzählt Witze und hat tolle Ideen. Doch das ist nicht immer so und man weiß nie, wann der Drache in ihr wieder erwacht. Deswegen sind Oma und Opa auch immer für Sammy da und in der Nähe, um im Zweifel Sammy vor Mamas Ausbrüchen zu schützen. Ja, natürlich, Mamas und Papas sind nicht immer gut gelaunt und freundlich. Aber bei Borderline ist das anders. Die Stimmungswechsel kommen ganz plötzlich und meist ohne Vorankündigung und sind viel heftiger und ungestümer. Deswegen spricht man auch oft von einer labilen Persönlichkeit, da sie nicht ausgeglichen sind. Meistens ist ihr Leben von Extremen geprägt, was für die Menschen in ihrer Umgebung und besonders für Kinder solcher Eltern, sehr anstrengend ist. Man weiß nie, wie es ihnen von jetzt auf gleich geht. Für Kinder sind solche extremen Veränderungen und Ausbrüche besonders schwer zu verkraften. Oft denken sie, dass es an ihnen läge und geben sich selbst die Schuld dafür, dass sie nicht bei Mama oder Papa sein können. Dabei geht es nur darum ihnen eine stabile und sichere Kindheit zu ermöglichen. Denn so ein Ausbruch kann schon mal an einen zerstörerischen Tornado erinnern, der völlig außer Kontrolle ist. Für viele Kinder klingen Drachen gar nicht so beängstigend und verstörend, wie ein sich manifestierender Borderline-Ausbruch.

 

Die Autorin Michelle Müller-Nagy lebst selbst mit einer Borderline-Störung, getrennt von ihrem Sohn, aber mit Umgang. Daher haben sie gemeinsam diese Geschichte entwickelt, um anderen Kindern zu helfen, dieses Problem zu verstehen. Vor allem geht es darum Kindern zu zeigen, dass sie nicht schuld sind und sie nichts falsch gemacht haben. Sie sind absolut liebenswürdig und natürlich lieben nicht nur die Großeltern oder Pflegeeltern sie, sondern auch die betroffenen Eltern. Diese Eltern fühlen einfach zu stark und zu heftig, als dass das Leben mit ihnen für ihre Umwelt einfach oder normal schwierig wäre.

 

Die liebevollen, farbigen Illustrationen vermitteln der jungen „Leserschaft“ mit mehr als Worten die Gefühle, die diese Mutter überkommen und die Lieben zwischen ihr, ihrem Kind und ihren Eltern.

 

Es gibt kein Medikament dagegen, sondern nur einen lebenslangen Lernprozess, begleitet von Therapie. In einer Verhaltenstherapie sollen Betroffene Strategien lernen, die ihnen helfen ihre Gefühlsausbrüche besser zu regulieren, sprich sie besser in den Griff zu bekommen. 4 dieser Strategien, die ihr besonders gut helfen, auch im Umgang mit Sammy, stellt die Autorin hier vor, die 5. Strategie ist Hilfe suchen und Hilfe annehmen, weshalb unter 5. Hilfsangebote aufgelistet sind.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Monika Fuchs Verlag für mein Reziexemplar!

 

Schaut auch bei Larisa von @kleine_buecherwuermchen vorbei, die Euch ihre Sicht zu Thema und Buch vorstellt!

 

#SturmgefuehleSchattenbilder #KindernBorderlineErklären #MichelleMüllerNagy #JocelineAltevogt #MonikaFuchsVerlag #Blogtour #Borderline #ElternMitSeelischerErkrankung #Bilderbuch

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen