Mittwoch, 29. Juli 2026

Werbung/Rezensionsexemplar: „Kommissar Pfote ermittelt (2) Der voll gemeine Halsband-Klau,“ Katja Reider, Dirk Hennig, Loewe Wow!

 

Werbung/Rezensionsexemplar: „Kommissar Pfote ermittelt (2) Der voll gemeine Halsband-Klau,“ Katja Reider, Dirk Hennig, Loewe Wow!

 

Die Detektei mit Wau sind: die Polizeihunde Pepper, die unwerfende Lulu und Besserwisser Haras und als Chef, der die Fäden im Hintergrund zieht Polizeihund a.D. Charlie, der wegen einer Dienstverletzung nicht mehr so gut zu Pfote ist, aber immer wieder neue Fälle an Land zieht und der die Einsätze koordiniert. Dieses Mal hat die Tierärztin Frau Dr. Grün Charlie einen ungewöhnlichen Auftrag vermittelt: Edel-Hündin Apoll trägt stets ein äußert wertvolles, Juwelen geschmücktes Halsband, wie es in ihrem langen Stammbaum Tradition ist. Doch irgendein Schurke scheint es darauf abgesehen zu haben und hat bereits einen gescheiterten Endführungsversuch hinter sich. Pepper und seine Kollegen sollen nun als Apolls Bodyguards weitere Gefahren von Frauchens Liebling fernhalten. Tatsächlich schmeckt es den tierischen Ermittlern in der riesigen Villa nicht nur ausgezeichnet, sie werden auch schon ganz bald gefordert!

 

Dies ist der 2. Fall der Detektei mit Wau, der im Wow!Format erscheint, also für Lesemuffel mit ganz großformatigen, vollfarbigen Illustrationen von Dirk Hennig, kurzen knackigen Text-Elementen, vielen interaktiven Fragen im Comic-Style um zu testen, ob die jungen Leser mitgedacht haben und witzigen Steckbriefen von allen beteiligten Hundencharakteren. Die Menschen muss man so kennen lernen, wer interessiert sich auch schon für die? Optimal zum Einsteigen und dank der Steckbriefe ohne Vorkenntnisse lesbar. Aber: wer sich hier in diese Detektei mit Herz, Schnauze und Pfote verliebt, kann nicht nur noch Band 1 lesen, sondern ist danach vielleicht so wild auf neue witzige Fälle dieser ganz besonderen Truppe, dass die jungen Lesenden sich sogar auch an die 10 Hundekrimis mit mehr Text aus dem Loewe Programm für junge Leser wagt! Die Programme sind nämlich auf einander abgestimmt und es sind keine doppelten Abenteuer, was ich als Konzept echt super finde. Sollten die junge Lesefreunde sich leider denoch nicht dazu aufraffen können auch mehr Text zu lesen, so bin ich zuversichtlich, dass noch weitere Fälle im Wow!-Format folgen werden!

 

Dieser Fall ist optimal für Hunde- und Detektivfans ab 7 Jahren. Interessant und aufrgend, ganz sicher aber richtig witzig und absolut nicht blutrünstig! Die Hunde haben alle ihren ganz eigenen Charakter und Peppers Schmachten nach Lulu ist auch noch absolut kindgerecht mit einer gelungenen Mischung aus süß und lustig! Denn Lulu ist nicht nur besonders attraktiv mit ihren kessen, spitzen Ohren, sie hat auch eine rasche Auffassungsgabe und ist eine gute Beobachterin und ihre Schnüffelnase erst! Hach, seufz!

 

Klar, zu meiner Grundschulzeit, wäre ein Wort wie „Halsband-Klau“ absolut tabu gewesen, klauen ging gar nicht, das hieß dann stehlen und das korrekte Substantiv dazu wäre Diebstahl, aber die Zeiten ändern sich und somit auch das Vokabular von Polizeihunden nach Dienstschluss!

 

Besonders witzig finde ich immer die kleinen Comic-Tiere, die Dirk Hennig an den unteren Rand setzt und die mich mit ihren Kommentaren an Waldorf und Stattler aus der Puppet-Show erinnern, die zwei alten Herren, die stets zu allem, ihren nicht immer wohlmeinenden Senf dazu geben. Leseanfänger werden sie nicht kennen, aber ihr tierisches Pendant dazu lieben! Im Park der Villa sind es meist zwei Pfaue (natürlich, man gönnt sich ja sonst nichts!) und in der Villa oder deren Keller (oh ja, die gründlichen Polizeihunde stecken überall ihre Schnauze hinein!) zwei kleine Mäuschen. Doch sie kommentieren nicht nur, sie sprechen die jungen Lesenden auch an und testen ihre Schnüffler-Talente (und somit indirekt ihr Leseverständnis).

 

Ich finde diesen Band nicht nur super gemacht sowohl dank der locker-wuffigen Erzählweise der Autorin und der tierisch-anschaulichen Illustrationen von Dirk Hennig, ich finde auch den Kriminalfall, den die Schnüffel-Schnauzen lösen wirklich gelungen und natürlich wird er aufgeklärt! Eine Superferienlektüre die Spaß macht, optimal nach der 1. Klasse!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Agentur Prointernet Bookmark, Loewe Wow! Und der Autorin Katja Reider für mein Rezensionsexemplar!

 

#KommissarPfoteErmittelt #DerVollGemeineHalsbandKlau #KatjaReider #DirkHennig #LoeweWow #ComicRoman #Lesemuffeltipp #Kinderkrimi #Hundekrimi #Kinderbuch #Kinderbuchblogger

Sonntag, 26. Juli 2026

Werbung/Reznsion: „Das Kindermädchen, der 1. Fall von Joachim Vernau,“Elisabeth Hermann, gelesen von Roeland Wiesnekker, Der Audio Verlag, digital 7 h 35 gekürzt

 

Werbung/Reznsion: „Das Kindermädchen, der 1. Fall von Joachim Vernau,“Elisabeth Hermann, gelesen von Roeland Wiesnekker, Der Audio Verlag, digital 7 h 35 gekürzt

 

Joachim Vernau hat es geschafft! Vorbei seine Zeiten als unterbeschäftigter Einzelkämpfer! Jetzt mit seiner Liebe zu Sigrun steht er nicht nur kurz vor der Verlobung mit seiner wunderschönen Traumfrau, die im Berliner Senat ist und Innensenatorin werden will, er steht auch vor der Partnerschaft in der renommierten Kanzlei ihres Vaters Utz von Zernikow. Doch dann taucht eine alte Ukrainerin auf und verlangt, dass Utz eine Bescheinigung auf Russisch unterzeichnet, die die Zwangsarbeit seines ehemaligen Kindermädchens Natascha anerkennt. Utz weist dies empört zurück und die alte Frau ist kurz darauf tot. Das macht ihn stutzig und er forscht nach, nicht zuletzt, weil nachts die nächste Ukrainerin auftaucht, mit der gleichen Forderung und kräftig zuschlägt. Um mehr zu erfahren wendet er sich an seine Kollegin Marie-Louise, die für ihn den Russischen Text übersetzen soll, doch Marie-Louise ist sofort Feuer und Flamme für die Sache der Gerechtigkeit und damit sind das noch nicht alle Komplikationen. Immerhin wollen auch Vernaus Mutter und deren Freundin mehr Unterstützung von ihm und da ist dieses dubiose neue Mandat aus der Erbschaft eines Freundes der Zernikows in der es über eine alte baufällige Villa geht, die 1933 den jüdischen Besitzern abgekauft wurde und die ein dunkles Geheimnis zu verbergen scheint.

 

Dies ist die gekürzte Ausgabe und ich mag tatsächlich Kürzungen, sie haben keine Längen... Aber diese Geschichte ist so komplex und wahrscheinlich nicht sehr subtil gekürzt, dass ich lange überfordert war, mit all den Charakteren die immer wieder plötzlich und ohne Erklärung auftauchten und so komische Namen hatten... Vor allem Marie-Louise, bei ihr bin ich felsenfest überzeugt, dass Elisabeth Hermann im Buch noch ein paar Takte zu ihr erklärt hat und sie nicht gefühlt vom Himmel fiel....

 

Mit der Verfilmung mit Jan-Josef Liefers, den ich als Schauspieler schätze, wurde ich nicht warm. Ich bekam Vernau nicht so recht zu fassen, er blieb mir zu lange zu passiv, weshalb ich den Auftakt abbrach. Nun wollte ich dem Original eine Chance geben, da ich auch Roeland Wiesekker als Schauspieler schätze, aber mein Problem mit dem Charakter blieb. Er ist mir einfach zu oft zu passiv und reagiert, statt zu antizipieren. Allzu oft verspürte ich das Bedürfnis ihn wachzurütteln, damit er mal den Mund aufmacht und sich von den Schnöseln oder seiner Mutter und deren Freundin Hütchen alles gefallen lässt.... Wiesnekker klingt stimmlich sympathisch und er bringt gut Vernaus Passivität rüber auch seine Distanziertheit gegenüber seiner Umgebung bisweilen.

 

Auf den Kopf gefallen ist er nicht, aber definitiv weder mein Traummann, noch mein Traumkollege. Marie-Louise ist da ganz anders, viel forscher, immer ihren Überzeugungen folgend, auch wenn es nicht immer die feine Art ist. Sie wird niemals reich werden, genießt das Leben aber aus vollen Zügen zu genießen und setzt bisweilen auf die Waffen einer Frau. Selbst Praktikanten Kevin hat sie im Griff. Ein Praktikant, der dem Lehrbuch für Albträume entsprungen schien, sich dann aber doch auch dank Vernau echt gemeistert hat und lernt zu arbeiten...

 

Das Thema ist die braune deutsche Vergangenheit, Kriegsgewinnler und die Skrupellosigkeit der nach Macht und Reichtum strebenden oder sie bewahren wollenden. Da fallen schon mal alle Hemmungen. Für andere ist Fassade alles und dafür werden auch schon mal Werte verraten oder die Vergangenheit der eigenen Familie ignoriert. Kaum jemand hat hier keinen Dreck am Stecken, denn auch Vernau geht nicht unbedingt immer nach Recht und Gesetz vor.

 

Ich mag die Geschichten von Elisabeth Hermann bisher sehr gerne, aber der Vernau Reihe werde ich wohl nicht verfallen. Dazu muss man auch bemerken, dass sie Journalistin ist und Vernaus Clinch mit den Journalisten sehr gut beschreibt, aber sie ist definitiv keine Juristin... und das merkt man. Liebe Hörer: so arbeiten Anwälte nicht, nur dass ihr keine falschen Vorstellungen bekommt.

 

Irgendwann konnte ich dann alle zuordnen und es nahm gewaltig an Fahrt auf, bis zum Kugelhagel. Dennoch konnte es mich nicht packen, auch wenn das Thema mich wirklich interessiert.

 

https://der-audio-verlag.de/hoerbuecher/das-kindermaedchen-joachim-vernau-1-herrmann-elisabeth-978-3-7424-4188-1/

 

#DasKindermädchen #JoachimVernau #ElisabethHermann #RoelandWiesnekker #Beutekunst #Zwangsarbeit #Wiedergutmachung #DieFeineGesellschaft #Krimifan #Crimetime #InstaAudio #Hörbuchliebe

Donnerstag, 23. Juli 2026

Werbung/Rezensionsexemplar „Drei Wasserschweine tauchen ab“ Matthäus Bär, Illus. Anika Voigt, dtv Verlag

 

Werbung/Rezensionsexemplar „Drei Wasserschweine tauchen ab“ Matthäus Bär, Illus. Anika Voigt, dtv Verlag

 

Dies ist der 3. Teil der beliebten Wasserschweinreihe, der sich aber auch zum Einsteigen eignet:

 

Eines morgens erwacht Emmy im Capybara-Gehege im Zoo, weil sie an etwas Nasses stößt! Die verzweifelte Faultiermutter Frida sucht verzweifelt ihren verschollenen Nachwuchs Francis und der Ruhm der findigen Wasserschweinbande ist ihr zu Ohren gekommen. Die drei Freunde sind ihre letzte Hoffnung, auch wenn es bei ihrem Sprechtempo echt dauert, bis Emmy das herausgefunden hat! Die Lust auf ein neues Abenteuer erwacht sofort und so machen sie sich auf zu den Faultieren, um ihre Ermittlungen aufzunehmen. Es stellt sich schnell heraus, dass nicht nur Francis fehlt, sondern auch ein Baum aus dem Gehege. Ob Francis noch daran hing, als er weggebracht wurde und wenn ja, wohin? Dieses Abenteuer erfordert ihren ganzen Mut als erfahrene Finder, denn erstmals verlassen die drei neugierigen Freunde nicht nur ihr stets unverschlossenes Gehege, sondern gleich den ganzen Zoo! Da draußen vor dessen Toren, auf einer Insel im Fluss, da gibt es wahnsinnig viel zu entdecken, aber auch ganz andere Gefahren und vor allem keine Fütterungszeiten! Ob sie dieser Aufgabe gewachsen sind?

 

Diese drei sind nicht nur ein unschlagbares Team, sie haben das Herz auch am rechten Fleck! Dies Mission ist nämlich echt heikel, weil sie als Zootiere so gar nicht auf die Welt jenseits der Zoo-Mauern vorbereitet sind. Da gibt es aber auch wirklich komische Dinge aus Capybara-Sicht und mit der halten sie nicht hinterm Berg! Das ist für die jungen Leser/Zuhörer sehr witzig! Denn nicht immer durchblicken die fellnasigen Ermittler auf Anhieb was sie da sehen/hören/riechen.

 

Hier hat sich der Autor wieder echt was einfallen lassen. Capybaras mit ihren runden pelzigen Bäuchen sind ja nicht so die geborenen Helden, aber hier wachsen sie in ihre neuen, irrwitzigen Abenteuern über sich hinaus. Dabei finden sie nicht nur neue Freunde, sie schaffen es auch Missverständnisse auszuräumen und so Wildtiere, die stets schlecht aufeinander zu sprechen waren, zu Freunden zu machen. Ganz nebenbei lernen wir dann auch noch etwas über den natürlichen Lebensraum von Bibern (die hat man ja eher nicht zu Hause) oder Schwänen. Aber natürlich geht es vor allem um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Entdeckertum und vor allem ganz viel Spaß!

 

Matthäus Bär kann sich hervorragend in das kindliche Denkuniversum versetzen. Die Geschichte hat einzelne Kapitel, die sich gut zum abendlichen Vorlesen und dabei Kuscheln eignen. Begriffe, die Kindern ab 5 Jahren  noch nicht geläufig sind, kennen auch Capybaras noch nicht, daher erklären sie sie sich gegenseitig, was sehr witzig ist. Durch den Humor werden auch ängstliche Kinder gut durch die richtig spannenden Szenen getragen und durch das Kuscheln beim Vorlesen, ist es auch richtig schön. Dabei wird aber auch das längere Zuhören am Stück trainiert, was gerade im Vorschulalter sehr wichtig, als Vorbereitung auf die Schule ist.

 

Die farbigen Illustrationen von Anika Voigt sind absolut hinreißend, gleichzeitig aber auch immer wieder witzig, wie die Faultiere ihre Krallen in die Luft recken, oder einfach so abhängen! Das ist eine ganz schöne Herausforderung für die Capybaras, die sie aber ebenso bravourös meistern, wie Anika Voigt es gelingt, all diesen Tieren in ihren neuen Umgebungen mit Farbe Leben ein zu hauchen. Dabei sehen die Freunde stets freundlich aus, auch wenn die Geschichte für mich bisher die Spannendste ist und bisweilen sogar ein bisschen gruselig! Die Illustrationen sind richtig zahlreich, so daß es sich zum Vorlesen bestens eignet und gehen oft auch  zusammenhängend über eine Doppelseite. Bisweilen wird über die Illustrationen gedruckt, mal in weiß, mal in schwarz, je nach Hintergrund. Das macht die Illustrationen zum Teil der Geschichte.

 

Ein tierisch witziges Sommerabenteuer zum Vorlesen oder Selberlesen ab 5/7 Jahren!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim dtv Verlag für mein Rezensionsexemplar!

 

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Freitag, 17. Juli 2026

Werbung/Rezensionsexemplar: The Girls Ghostbusting Agency (1) – Crazy Spooky Love, Josie Silver gelesen von Mélanie Fouché, Argon digital, 10 h 49 min.

 

Werbung/Rezensionsexemplar: The Girls Ghostbusting Agency (1) – Crazy Spooky Love, Josie Silver gelesen von Mélanie Fouché, Argon digital, 10 h 49 min.

 

Melody Bittersweet kriegt die Krise, da sie 27 geworden ist und die 27 für die Frauen in ihrer Familie kein gutes Alter ist. Denn Melody kommt aus keiner normalen Familie und war daher immer eine Außenseiterin, wenn auch eine attraktive: alle Frauen ihrer Familie können Geister sehen, sie hören und mit ihnen sprechen. Ihre Mutter, die sie ständig verkuppeln will und ihre ebenso exzentrische Großmutter nutzen dieses Talent um als Medium gegen gute Bezahlung Kontakt zu den Verstorbenen aufzunehmen. Doch Melody möchte auf eigenen Beinen stehen und gründet mit ihrer besten Freundin Marina, aus einer Sizilianischen Großfamilie, die allen vor Ort ebenso suspekt ist, wie die Bittersweets, eine weibliche Ghostbusting Agentur. Noch ehe sie den ersten Auftrag haben, bequatsch ein Frischverstorbener Melodie seinen Sohn Art, ebenfalls ein Außenseiter, als Azubi einzustellen. Stellt sich nur noch die Frage, wo sie nun ihren ersten Auftrag hernehmen sollen. Da läuft gerade die Sendung von Melodys Ex Leo Dark im Fernsehen. Er soll in der Nähe ein Herrenhaus von unerwünschten Geistern befreien! Was Leo kann, kann Melody besser und so tritt sie in einen erbitterten Konkurrenzkampf mit ihrem hotten Ex. Auch Journalist Fletcher Gunn hat Leos Auftritt gesehen. Als sein und Melodys erbitterter Gegner, der Spuk für Scharlatanerie hält taucht er vor Ort auf, um zu beweisen, dass Leo und Melody Betrüger sind. Dabei sieht er leider unglaublich scharf aus und bringt Melody immer wieder auf andere, unzüchtige Gedanken....

 

Das klang nach Cosy Fantasy und RomCom, wobei Melody ganz klar ein Action-Girl ist und mit RomComs nichts anfangen kann. Dafür werden allerdings viele Klassiker des Genres zitiert....

 

Leider konnte mich die Romance nicht so ganz überzeugen, Ich habe das viel zitierte Knistern nicht gespürt, dafür hat die zwei einfach zu wenig verbunden, bzw. haben sie gar nicht erst versucht herauszufinden, ob sie etwas verbindet. Sie fühlen sich magnetisch von einander angezogen, obwohl Sie sich gar nicht leiden können. Dass es nur auf der gegenseitigen Optik beruht, reicht mir nicht.

 

Dafür fand ich sowohl den etwas linkischen und verhuschten Azubi Art, der langsam richtig aus sich herauskommt und für so manchen Überraschung gut ist, als auch den einohrigen Mops Lestat richtig sympathisch.

 

Das Verbrechen das die Geisterjäger aufklären mussten gefiel mir auch. Die Geister mit deren komplizierten Bruderzwist sie sich auseinandersetzen müssen sind lebendig und sehr konträr beschrieben. Dabei entwickeln sie sich so, dass sich durchaus im Laufe dieses Auftrages die Sympathien verschieben. Einige ihrer Eigenheiten sind herrlich verschroben, andere einfach erschreckend oder sie laden zum Schmunzeln ein. Ganz anders der Erbe des Anwesens, der ist tatsächlich zum davon laufen.

 

Es wird als Love Triangle beworben, wobei ich Leo Dark eigentlich nicht wirklich als Love Interest sehen kann, dafür hat er sich selbst zu sehr ins Aus geschossen. Was an Marinas sizilianischer Familie allerdings so Angst einflößend ist, wüsste ich aber schon genauer. Nonnas Backkünste sind es garantiert nicht!

 

Der Ton ist flockig und humorvoll spritzig, eher nicht gruselig. Das liegt sicherlich auch an der quirligen Stimme von Mélanie Fouché, die wirklich jung und unternehmungslustig klingt. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass jemand der so quirlig ist, die ganzen Mengen Süßkram, die Melody ständig in sich hineinstopft, locker wegsteckt, schließlich ist sie ständig in Action. Ich kannte sie noch nicht, habe ihrer lebendigen Stimme aber sehr gerne zugehört.

 

Ein kurzweiliges Hörvergnügen, wobei es mich nicht ganz überzeugen konnte, aber ich mag ja auch tatsächlich all die RomComs, mit denen Melody nichts anfangen kann ;)

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Argon Verlag für mein ersehntes Hörexemplar.

 

Hier könnt ihr Reinhören:

https://www.argon-verlag.de/hoerbuch/josie-silver-the-girls-ghostbusting-agency-crazy-spooky-love-9783732484874

 

#TheGirlsGhostbustingAgency #CrazySpookyLove #JosieSilver #MelanieFouché #ArgonVerlag

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Mittwoch, 15. Juli 2026

Werbung/Rezension: „Hilma af Klint, Ein Pop-Up-Buch“ Susie Hodge, Teresa Bellon, Fischer Sauerländer

 

Werbung/Rezension: „Hilma af Klint, Ein Pop-Up-Buch“ Susie Hodge, Teresa Bellon, Fischer Sauerländer

 

Diese Pop-Up-Buch-Reihe Reihe für Kinder ab 5 Jahre, die Kinder auf richtig plastische Art und Weise Kunst nahe bringen soll, finde ich ja total klasse! Bei diesem habe ich allerdings gestutzt, da ich die Künstlerin überhaupt nicht kannte. Na sowas! Wie konnte das nur sein?

 

Na ja, der Zeitstrahl am Ende des Buches und die Texte legen es nahe: Hilma af Klint war ihrer Zeit so weit voraus, dass sie sich dessen bewusst war, dass ihre Zeitgenossen ihre Werke nicht verstehen würden, nicht nur weil sie recht abstrakt sind und nicht naturgetreut, auch die Thematik wird viele überfordert haben.

 

Zwischen den Zeilen habe ich herausgelesen, als hätten nicht wenige ihrer Mitmenschen sie für verrückt gehalten. Auch kann man erahnen, dass sie, die sie kein klassisches Rollenbild lebte und sich stets unter Frauen aufhielt, Männer nicht reizvoll fand. Bei Frauen wurde des damals ja noch geduldet, wenn man es nicht zu offen zur Schau stellte, aber zum Star wurde man so nicht. Sie gab ihre Bilder daher ihrem Neffen zur Aufbewahrung, der sie erst veröffentlichen sollte, wenn die Gesellschaft reif dafür sei... das war erst nach ihrem Tod durch einen Autounfall im Jahre 1944 der Fall und auch damals waren die Menschen noch nicht so weit, um die spirituelle Kunst, dieser Frau, die aus dem gängigen Denkschema fiel zu schätzen. 1970 wurde die Welt erstmals auf sie wirklich aufmerksam, aber noch setzte sie sich nicht durch. Erst eine Ausstellung 2013 in Schweden ließ die Kunstwelt aufmerken und erst eine Ausstellung im Guggenheim Museum 2018 in New York brachte den Durchbruch. Wahrscheinlich war selbst ihr Neffe damals schon verstorben.

 

Da ich noch nie in New York war und deutlich vor 2013 in Schweden ist es also kein Wunder, dass sie mir bislang kein Begriff war.

 

Die Texte sind wirklich für Kinder verständlich und lassen Erwachsene erahnen, welch ungewöhnlicher Mensch sie für ihre Zeit (1862 – 1944) war. Sie liebte die Natur und das Spirituelle, jenseits der offiziellen Kirche. Dadurch dürfte ihre Popularität ganz schön gelitten haben.

 

Die Pop-Up-Elemente sind nicht nur wirklich ausgeklügelt, sondern teilweise richtig spektakulär! In das Solomon R. Guggenheim Museum, dass beim Aufklappen seine typische Fassadenwölbung zeigt, war ich sofort schockverliebt, aber auch ihre Kofferausstellungen sind sensationell wiedergeben, in dem man einen kleinen Koffer aufklappen und die Bilder herausnehmen und betrachten kann, ohne dass etwas verloren gehen kann.

 

Die Illustrationen sind aus Kosten- und Urheberrechtsgründen vereinfachte Darstellungen und keine Kopien, aber sie vermitteln einen sehr guten Eindruck von den Werken dieser wiederentdeckten Künstlerin. Sie verdeutlichen auch das besondere an ihnen.

 

Also eigentlich finde ich dieses Buch total super. Aber da die Künstlerin keine ist, die jeder kennt, sind die Texte wirklich inhaltlich und etwas umfangreicher, ohne Kinder zu überfordern. Es ist aber dennoch ein Bilderbuch und bei Bilderbüchern erwarte ich eine gewisse Schriftgröße. Bis auf die Überschriften mit ihren fettgedruckten Zusammenfassungen konnte ich das Buch tatsächlich nur auf der Terrasse bei Sonnenschein lesen, sprich: die Schrift ist viel zu klein. Das werden Leseanfänger nicht lesen können und auch Vorlesende ab einsetzender Alterssichtigkeit haben keine Chance (ich habe es selbst mit Gleitsichtlinsen nicht lesen können, ohne volles Sonnenlicht). Meine Jüngste als Teenagerin würde sich nun schlapp lachen, für Teenager ist das echt kein Problem, aber die lesen selten vor.... junge Eltern mit Adleraugen haben da wohl auch eher kein Problem.

 

Ich habe es daher erst im Sommer auf der Terrasse gelesen und bestaunt! Ich habe wirklich viel gelernt und die wirklich komplexen Pop-Up-Elemente, die die Kunstwerke ganz toll ergänzen haben mich wirklich aus den nicht getragenen Socken (ist ja Sommer) gehauen! Ganz große Buchmacherkunst!

 

Ein echter Hingucker, der neugierig auf Kunst macht und zum Entdecken einlädt! Aufgrund ihrer freundlichen Farben und Motive ist sie auch wirklich gut für diese Reihe geeignet.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bem Fischer Sauerländer Verlag für dieses wunderschöne Bilderbuch über eine mir unbekannte Künstlerin!

 

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Montag, 13. Juli 2026

Werbung/Rezension: „Der Tod hat einen langen Atem, Laufende Ermittlungen (3)“, Achilles, gelesen von Hajo Schumacher, USM Audio, ungekürzt Download

 

Werbung/Rezension: „Der Tod hat einen langen Atem, Laufende Ermittlungen (3)“, Achilles, gelesen von Hajo Schumacher, USM Audio, ungekürzt Download


Nach dem letzten sensationellen Fall der K8 wurde dieses aufgelöst und Peer Pedes, Stefanie zu Koslowski und den 3 Kanzlern (Brand, Schmidt und Schröder) ins K 11 unter Leitung von Kriminaldirektor Rüsche eingegliedert. Weil der laufende Kommissar und seine Transkollegin Stefanie ja so herrlich divers sind, werden sie verdonnert, die Love Parade mit einem Regenbogen-Elektro-Mobil (dass an eines von Trumps Golf-Caddies erinnert) anzuführen. Ein Albtraum, aber dafür haben sie einen gut bei Rüsche und das fordern sie schneller ein als geahnt. Denn vor ihnen auf der Laufstrecke entdeckt Peer einen deutlich durchgelaufenen Laufschuh nebst Fuß und Bein darin und ohne die dazu gehörige Läuferin. Endlich ein neuer Fall für sie und damit das Ende dieser Peinlichen Diversitäts-Vorführung! Doch wie soll man ermitteln, ohne Leiche und ohne blassen Schimmer, was mit dem Rest der Person zum Fuß geschehen ist und wessen Fuß das eigentlich ist? Die Ermittler tappen lange im Dunkeln, obwohl beinahe täglich neue Teile derselben Frau gefunden werden, doch die Tatorte wollen kein Muster ergeben, dafür hängt ihnen ausgerechnet Klatschreporter Marco Neumann an den Fersen und seine Artikel bringen die Ermittler mehr als nur auf 180! Aufgerechnet Uli, die Ukrainerin, die seit Fall 1 immer wieder Undercover-Einsätze für das Team übernimmt, ohne bei der Kripo zu sein, erkennt ein Muster und bringt sich in Lebensgefahr...


Der erste Fall des Teams spielte im Milieu des Berlin Marathons, Teil 2 beim Berlin Biathlon und Teil 3 nun beim Mauerlauf, einem Ultra-Marathon. Mir war noch nicht mal bewusst, dass es noch weiter als Marathon gibt.... Ich bin ja eher Wohlfühlsportlerin, bloß nicht an die Belastungsgrenze gehen und dennoch finde ich diese Gedanken eines ehemaligen Polizei-Marathon-Europa-Meisters schon faszinierend. Auch wenn das so gar nicht meine Welt ist, finde ich ihn doch irgendwie sympathisch und mal keine total verkrachte Existenz. Dennoch finde ich seine Kollegin Stefanie viel cooler, nicht weil sie Trans ist, sondern so herrlich trocken und immer alle Fakten parat hat und gedanklich oft schon 3 Schritte voraus. Auch Uli (die eigentlich Ulijana heißt) ist echt eine Marke! Als Minderjährige aus Charkiew geflohen, nachdem ihre Mutter den Bomben zum Opfer fiel, ist sie erstaunlich neugierig, flexibel und mit einem unbändigen Lebenswillen. Anders als ihr Bruder Dimitrow, der im Kampf schwer verwundet wurde, zieht es sie nicht zurück in die Heimat. Ein wirklich besonderes Team, mit seinen Eigenheiten und interessanten Nebenhandlungen, aber es sind keine verkrachten Existenzen, wie oft in Krimis (das sind dann eher die 3 Kanzler). Mit Koslowski hat man auch ein super Feindbild im Team, das sich dieses Mal jedoch als erstaunlich kollegial erweist.... ob man dem aber auch trauen kann?


Mit dem Mauerlauf nimmt sich dieser Fall einem Stück deutscher Geschichte und Kultur an, die ich wohl verdrängt habe, denn an die Mauer und die Mauerschützen kann ich mich noch erinnern, aber dass es Menschen gibt, die freiwillig über 160 km am Stück aufrecht auf ihren Füßen zurücklegen, ohne zu schlafen? Der Fall ist ebenso ominös wie die Vorstellung freiwillig einen Ultra zu absolvieren, was sogar die laufenden Kommissare Pedes und Koslowski finden. Auch wenn man nach spätestens ca. 80 km weiß, wer der Täter ist, bleibt es dennoch bis zum Schluss spannend, denn der Täter ist bekannt, aber verschwunden und das nicht alleine... und warum tut er sowas? Da muss schon etwas seltsames in einem vorgehen... was ihn unberechenbar macht und die Spannung oben hält, bis zum Schluss.


Hajo Schumacher ist für mich zu Beginn immer so ein kleiner akustischer Schock. Er klingt so normal, nicht nach Sprecher. Er ist einer der Autoren die sich hinter dem Nom de Plume Achilles verbergen und nicht nur Journalist, sondern auch Autor zahlreicher Laufbücher. Sobald ich mich an diese Nicht-Sprecher-Stimme gewöhnt habe (was bei Autorenlesungen öfters der Fall ist) finde ich, dass er erfrischend nach Kommissar klingt, was für mich zur Authentizität des Hörerlebnisses beiträgt. Außerdem schreibt mit ihm Drehbuchautor Michael Meisheit, der für zahlreiche Lindenstraßenfolgen verantwortlich war und diesen Krimis mit seinen Drehbucherfahrungen wohl die nötige Prise Lebendigkeit und Unterhaltung einhaucht, denn es ist definitiv kein Lauf-Sachbuch....


Ich habe zwar keine Ahnung, was Pedes nun noch in Berlin laufen soll, aber wenn dem Autoren-Duo noch was einfällt, ich würde es wieder hören, es ist so mal was ganz anderes....


Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für mein Reziexemplar!


Hier könnt Ihr reinhören:

https://www.usmaudio.de/genre/krimi-und-thriller/der-tod-hat-einen-langen-atem/


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