Werbung/Reziexemplar: Horst von Haartoll, Ingo C. Schoenleber, Tine Schulz, Carlsen Verlag
Ein haariger Detektivfall, mit mehr Quatsch als Crime aus der Reihe Einfach Lesen Lernen! Kinder lieben Detektive, aber auch Quatsch und Unfug und Blödelei... hier wird beides auf haarige Weise verbunden! Das Schöne ist, dass diese Story sich selbst nicht so ernst nimmt...
Horst von Haartoll ist Privatdetektiv und nicht irgendeiner, sondern der mit der besten Frisur der Stadt, was er auch ständig kontrolliert! Kaum hat er es sich gemütlich in seinem Büro mit Föhn und Zeitung hinter dem Klapptisch gemütlich gemacht, klingelt sein Telefon. Es ist sein erster Auftrag überhaupt: die beste Mama vermisst ihr Hündchen Otto! Sofort rast Horst frisch gegelt auf seiner Haarley los, um im Park nach verräterischen Spuren zu suchen. Gar nicht so einfach, doch die junge Detleva, die eigentlich in der Schule sein sollte, hat einen wachen Blick und zahlreiche Ideen. So eine Assistentin kann sich Horst nicht durch die Lappen gehen lassen und schon brausen sie gemeinsam den Spuren hinterher....
Dieser Detektiv ist schon eine Marke, aber er hat die Haare schön, findet zumindest er und wohl auch sein Frisör. Jedenfalls freut er sich, seinen Auftrag erhalten zu haben, auch wenn er keine Ahnung hat, wie man ermittelt. Das wissen die jungen Wähler wahrscheinlich besser als er und werden sich daher beim Lesen die Haare rauf oder laut loslachen... Die Geschichte ist ziemlich abgedreht und damit etwas ganz Neues. Dabei gelingt es Tine Schulz stets die Haartolle in die passende Form zu zeichnen. Es ist doch erstaunlich, wie viel man mit einer Tolle ausdrücken kann ;)
Alle Seiten sind vollfarbig von Tine Schulz illustriert mit einigen Comic-Elementen. Die Schrift ist schön groß und die Sätze sind kurz und einfach. Außerdem gibt es kurze Kapitel, durch die man bei der haarigen Action nur so dahin fliegt. So erleben die jungen Lesenden ab Klasse 2 stolz ihren Leseerfolg, weil sich schnell mal eben mehrere Kapitel schaffen. Auch die Wörter sind nicht so schwierig. „Privatdetektiv“ und „Mützenmagazin“ dürften wohl mit die schwierigsten Lesehürden dieses Leseabenteuers sein. Wer wissen will, ob er als Lesedetektiv mindestens so gut ist, wie Horst beim Ermitteln, kann sich mit diesem Buch auch bei Antolin testen.
Am Ende wird natürlich alles wieder gut und nicht nur dass, es schließt sich quasi der Kreis, indem gleich mehrere „Puzzlestücke“ an ihren Platz fallen. Damit ist nicht nur Hund Otto glücklich, sondern auch Detleva und Horst.
Dieser kurzweilige Kriminalfall ist völlig unblutig, auch wenn Pommes und Ketchup vorkommen, und natürlich bei dem Fokus auf einen verschwundenen Hund, perfekt für Kinder.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ingo C. Schoenleber für mein Reziexemplar!
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