Werbung/Rezensionsexemplar: „Mein Freund Leo Löwenherz“ David Litchfield, Midas Verlag
Patrick ist ein ruhiges, zurück haltendes Kind, mit viel Fantasie, das aber oft eingeschüchtert oder ängstlich ist. Er beobachtet daher lieber, als in einer Gruppe mittendrin zu sein. Einsam fühlt er sich nicht, wieso auch, eher hat ja Leo Löwenherz, seinen imagninären großen Löwenfreund, der ihm stets zuhört und versteht und immer bei ihm ist, wie sein Schatten. Gemeinsam erleben sie unglaublich viel und alles geht gut, das gibt Patrick Mut und Kraft, so sehr, dass er sich tatsächlich eines Tages traut, bei den Ball spielen der anderen mitzuspielen. Anschließend klettern sie auf Bäume und und und Immer öfter kommt Patrick ganz alleine klar, ohne ihn, doch er vergißt ihn und die Kraft, die er ihm gegeben hat nie, selbst dann nicht, als er selbst ein Opa ist.
Mit „Bär am Klavier“ gelang David Litchfield einen Weltbeststeller, den ich allerdings nicht kenne. Sehr gut gefiel mir aber der Vorgänger „Der Dinosaurier von nebenan“ der Kinder auch schon sehr früh Offenheit, Toleranz und das Überdenken des eigenen Handelns nahe legt, daher war ich sehr neugierig auf sein neues Werk. Ich wurde nicht enttäuscht. Es geht um ein ganz anderes Thema, das aber nicht weniger wichtig ist. Jedes Kind ist anders und hat einen anderen Charakter. Die einen brauchen mehr Zeit als andere, um sich zu öffnen und mal etwas zu wagen. Aber es lohnt sich auf sie zu warten, damit sie die Zeit bekommen, die sie brauchen, und sei es mit Hilfe von Leo Löwenherz. Dieses Buch macht Mut und zeigt auch, das imaginäre Freunde im Kindesalter ganz normal sind und kein Grund zur Sorge. Es ist ein kindlicher Mechanismus um mit der Welt und ihren Anforderungen klar zu kommen, ein sehr freundlicher und fürsorglicher Mechanismus mit einem großen Herzen, einem Löwenherzen!
Mir gefällt sehr gut, wie liebe- und verständnisvoll David Litchfield mit diesem sensiblen Thema umgeht. So fühlen sich Eltern und Kinder verstanden und gut aufgehoben und vielleicht verstehen so einige Eltern auch ihre Kindern besser, wenn sie ihnen dieses Buch vorlesen. Sollte das eigene Kind selbst alles andere als schüchtern sein, so kann es doch Verständnis dafür wecken, dass nicht alle Jungs Draufgänger sind, sondern jeder Mensch anders und gut so wie er oder sie ist.
Die Illustrationen des Autors sind sehr freundlich und warmherzig und fühlen sich selbst in Schneeszenen nie kalt und abschreckend an, da Patrick ein zufriedenes Kind ist, denn man lässt ihn so sein, wie er ist. Das ist eine ganz wichtige Botschaft, denn niemand kann einfach so aus seiner Haut, wozu auch? Sie runden diese herzerwärmende Geschichte die Mut macht wunderbar ab!
Ein wunderschönes, sensibles Bilderbuch ab 4 Jahren.
Ich bedanke mich ganz herzlich beim Midas Verlag und der Agentur Medialike für mein Rezensionsexemplar.
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