Montag, 24. November 2025

Bodenfrost – Der Tod ist manchmal nicht die beste Lösung, Wallner & Kreuthner (12) Andreas Föhr, gelesen von Michael Schwarzmaier, Argon Verlag, 9 h 56 min, 1 MP3

Bodenfrost – Der Tod ist manchmal nicht die beste Lösung, Wallner & Kreuthner (12) Andreas Föhr, gelesen von Michael Schwarzmaier, Argon Verlag, 9 h 56 min, 1 MP3

 

Es kommt wie es kommen muss, der Leo Kreuthner hat mal wieder echten Bockmist gebaut, den er zwar total lustig findet, seine Vorgesetzten aber nicht. Zur Strafe muss er nun beim Kindernachmittag der Polizei aushelfen. Um beim neuen Polizeipräsidenten gut Wetter zu machen, nimmt Leo dessen 8 jährige Tochter als Helferin. Das aufgeweckte Mädchen erweist sich auch gleich als geborene Ermittlerin, findet sie doch in dem abgesperrten Bauernhaus die Leiche des lokalen Bierbarons Vitus Zander. Der ist der PI Miesbach noch bestens bekannt, gab es doch vor Kurzem noch einen Zwischenfall mit seiner angeblich verschwundenen Ehefrau Isabell und häuslicher Gewalt. Doch als die Leiche obduziert wird, wird es seltsam: auf seinem Körper finden sich Zeichen des „Harpuniers“ von der Bodenfrost Mordserie, die vor 8 Jahren Kassel erschütterte und DNA von diesen Tatorten findet die Spusi auch hier. Die Kripo hat noch keinen Plan, doch Leo ist festentschlossen sich hervorzutun, auch wenn er zur uniformierten Truppe gehört. Ihm ist aber bewusst, dass es dringend ein paar Pluspunkte in seiner Dienstakte braucht. Auch im Privatleben der Mitarbeiter der PI Miesbach und im Hause Wallner stehen die Zeichen auf Veränderung....

 

Michael Schwarzmaier ist einfach wieder herrlich, bei seiner Interpretation des freundlich korrekten, aber gefürchtet verfrorenen Kriminalkommissars Clemens Wallner, dessen kautzigen 94 jährigen Großvaters Manfred, in dessen Häuschen er lebt und des Polizeihauptmeisters Leo Kreuthner, dessen Ermittlungsmethoden und Interpretation von Dienstvorschriften und der StPO mehr als abenteuerlich sind. Gekonnt trifft er genau den passenden Ton für diese Spezies, mal mehr, mal weniger bajuwar, aber stets gut verständlich. So können auch norddeutsche Zuhörer Oberbayern-Feeling bekommen, ohne etwas von der Handlung zu verpassen.


Andreas Föhr ist es dieses Mal wieder gelungen mich mehrfach laut zum Lachen zu bringen, weil einige von Leos und Manfreds Aktionen doch zu absurd sind, aber sogar Clemens zeigt sich dieses Mal von seiner humorigen Seite. Da hat er mich echt überrascht. Seine Wortgefechte mit seiner jungen Kollegin Toni waren für mich echte Highlights Was bin ich froh, meinen Kaffee so zu trinken, wie ich ihn trinke, aber hört es selbst. Wenn er mal friert, leide ich mit ihm mit, als ebenfalls bekennende Frostbeule. Nachdem ich fand, dass die letzten zwei Fälle etwas schwächer waren, konnte mich dieser wieder richtig überzeugen, mit einer Ausnahme: ich mache mir weniger Illusionen über die Vermögensverhältnisse Münchner Staatsanwälte, als die Miesbacher Polizisten. Diesen Handlungsstrang werde ich dennoch im Gedächtnis behalten, denn ich schätze, dass Leo uns im nächsten Fall genau mit dieser Erkenntnis wieder ein besonderes Highlight präsentieren wird.

 

Ich frage mich ja, ob der Autor absichtlich eine Spitze gegen besonders traditionelle bayrische Ehemänner bringen wollte, aber ich fand es sehr sympathisch, Vitus Zander und alle seine Brüder im Geiste, erzählerisch an den Pranger zu stellen. Hier geht es aber nicht alleine um häusliche Gewalt, die Ermittler werden vielmehr in ihnen unbekante Gefilde geführt, in eine Szene die mir tatsächlich entfallen war. Dennoch beweist dieser Fall, dass er den Glauben an die Liebe und die Ehe noch nicht verloren hat, nur bitte nicht mit Vitus Zander.

 

Es wird wieder gekonnt ein oder mehr Kriminalfälle vor oberbayrischer Kulisse mit Humor und dem Privatleben der Ermittler kombiniert. Das ist ebenso kurzweilig, wie kniffelig und hat mich bestens unterhalten.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Argon Verlag für mein Hörexemplar!

 

Hier könnt Ihr schon mal reinhören:

https://www.argon-verlag.de/hoerbuch/andreas-foehr-bodenfrost-9783839821985

 

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Samstag, 22. November 2025

Sunny – ein Weihnachtsmärchen, Morgan Mooney, Luminare Press

Sunny – ein Weihnachtsmärchen, Morgan Mooney, Luminare Press

 

Irland 23.12.1923: Es weihnachtet und das kleine Hundemädchen Sunny wartet neugierig auf das nahende Fest. Sie soll Mark, dem jüngsten Sohn der Pubbesitzer Conelly zu Weihnachten geschenkt werden. Doch das Warten ist Sunny zu langweilig und als Fässer in den Keller gerollt werden, entwischt sie und schleicht sich auf das vor dem Pub ankernde Brauereischiff, wo sie sich einrollt und einschläft. Als sie wieder aufwacht, findet sie sich in Dublin wieder, völlig ohne Plan. Doch Ratte Jasper bietet ihr seine Hilfe an und lädt sie ein, ihm zu folgen. Das Angebot nimmt sie nur zu gerne an, nichts ahnend, dass es eine Falle ist. Zum Glück beobachten die großen Hunde Bull und Brendan sie. Bull schwant Böses, hat er doch selbst schlechte Erfahrungen mit den heimtückischen Ratten gemacht. Mutig beschließen sie Sunny zu retten und nach Hause zu bringen, noch ehe der Weihnachtsmorgen beginnt.

 

Es beginnt im geschäftigen Trubel mit dem letzten Vorbereitungen im Pub ehe die Weihnachtstage anbrechen und so merken die Eltern Conelly weder wie gemein Marks großer Bruder Tom zu ihm ist, noch, dass die kleine Sunny entkommt. Dafür muss man den kleinen Mark sofort mögen und Sunny ist einfach ein niedliches kleines Welpenmädchen. Was dann allerdings passiert, ist ganz schön aufregende und sicherlich nicht geeignet, um Ratten ins Herz zu schließen. Sie sind wirklich mehr als nur Schurken, sie sind absolut bedrohlich und gnadenlos. Was Gabriel die Oberratte dem mutigen Bull angetan hat, ist einfach grauenvoll und für Kinder ziemlich traumatisch (allerdings auch nicht traumatischer, als viele Disney Bösewichte, oder der Verlust der Eltern für Nemo). Daher würde ich diese Geschichte bei allem Mut und Heldenhaftigkeit, seiner Botschaft von Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt, nicht mit kleinen Kindern lesen, sondern erst mit Kindern ab 8 Jahren.


Die Geschichte ist in 7 übersichtliche Kapitel unterteilt und die Schrift wirklich schön groß, so dass auch ungeübte Lesende keine Schwierigkeiten haben werden. Auch wenn die Geschichte 1922 in Irland spielt, was aufgrund der technischen Möglichkeiten oder eben Einschränkungen wichtig ist, damit die Geschichte funktioniert, ist sie aber plastisch genug erzählt, als dass auch heutige Kidner sich das Setting gut vorstellen können. Dazu kommen noch einige wenige farbige Illustrationen, die nicht nur die tierischen Helden, sondern auch ihre Umgebung zeigen, damit sich Kinder z.B. einen Postzug besser vorstellen können. Sehr gut gefällt mir, dass die bösen Ratten nicht allzu deutlich gezeigt werden, sondern meist schemenhaft. Die Gangster-Ratte Gabriel, ihr Anführer ist dabei immer ganz klar und deutlich zu erkennen, weil sie grüßer ist und nicht grau ist, sondern schwarz. Die Illustrationen stammen aus der Feder des Autors selbst, der übrigens auch ein kleines Hundemädchen namens Sunny liebt. Sie sind niedlich, aber nicht wirklich professionell, dennoch bereichner sie die Geschichte. Die Sprache ist gut verständlich, auch für Kinder und lässt sich sowohl gut selbst lesen, als auch vorlesen.

 

Trotz der Überzahl an Ratten und der wirklich zahlreichen Hindernisse, auf die die mutigen Hunde stoßen, lassen sich die drei neu gefundenen Freunde nicht beirren und gelangen so, wenn auch z.T. Etwas ramponiert, glücklich an ihr Ziel. Dabei ist nicht nur Sunny endlich in Sicherheit, es wird für alle, bis auf die üblen Ratten ein friedliches und harmonisches Weihnachtsfest. Na klar, es ist ja ein Märchen und so wärmt das Happy End nicht nur Hundefans!

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Sinerveria  Buchmarketing für die hinreißende Bloggerbox mit Leseexemplar.

 

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