Ayeshas Pinsel
Cornelia Funke und Pauline Pete, KUNSTANST!FTER Verlag
Dieses Kinderbuch erzählt die durchaus schöne und aktuelle Geschichte einer Künstlerin, die angesichts des Krieges in ihrer Heimat und in ihrer Stadt durch ihre Kunst Schutz, Trost und Hoffnung verbreitet.
Ayesha hat ihre eigene kleine Werkstatt, in der sie Bilder malt, die wann immer sie sie anschaut, sie glücklich machen. Die Materialien für ihre Kunst kauft sie in Oksanas Laden. Sie versteht sich gut mit Oksana und ihrem Sohn Emil, dem sie jedes Mal ein kleines Bild schenkt. Sie führten ein glückliches Leben, doch das soll nicht so bleiben: Der Krieg kommt in ihre Stadt und bringt Angst und Zerstörung. In diesen grauen Zeiten bietet Ayesha einigen Menschen Schutz in ihrem Keller. Die Trauer und Unsicherheit wachsen jedoch. Als Emil ihr einen Pinsel in die Hand drückt, beschließt Ayesha für sie zu malen und die anderen beginnen mitzumachen. Gemeinsam malen sie sich, alles, was sie verloren haben und es scheint wie ein Hoffnungsschimmer. Doch kann die Kunst sie vor dem grausamen Krieg bewahren?
Gewidmet ist dieses Buch allen, die wie die Protagonistinnen, sowie deren Vorbilder, ihr Talent und ihre Leidenschaft nutzen, um Menschen in ihrer Not oder ihrer Krise zu helfen, indem sie wieder Farbe in ihre ergraute Welt bringen.
Es basiert auf den wahren Geschichten zweier inspirierender Frauen: Ayesha Gamiet, einer muslimischen Illustratorin aus dem Osten Englands, mit der Cornelia Funke bereits persönlich und professionell zu tun hatte, die sie ihrerseits ermutigen konnte, ihren Traum, auch selbst zu schreiben, zu verwirklichen. Oksana Bula, eine ukrainische Illustratorin, die versucht Bewusstsein für das Leben im Kriegsgebiet zu schaffen. Mit ihren kreativ, charmanten Büchern mit deutscher Übersetzung und ihren Besuchen in Deutschland wurde auch sie zur Inspiration dieses Buches.
Von den beiden findet man ein ausführliches Interview auf Cornelia Funkes Homepage.
Aufgrund der berührenden Geschichten dieser und noch weiterer mutiger Künstler*innen war es der Autorin ebenso wie der Illustratorin sehr wichtig, das Thema nicht zu sehr zu beschönigen, um die realen Schwierigkeiten und Ängste zu würdigen. Dabei haben die beiden bewusst darauf geachtet, es für die Altersgruppe ab 7 Jahren angemessen, aber anschaulich zu gestalten, damit ihre jüngeren Leserinnen und Leser sich mit diesem sehr präsenten und wichtigen Thema auf bewegende, aber nicht verängstigende Weise auseinander setzen können. Das ließen sie in einem Interview vom 16.02.26 mit der Rheinzeitung herausklingen.
Cornelia Funke ist bereits seit über 30 Jahren Kinderbuchautorin mit vielen bekannten Werken wie die Gespensterjäger oder Tintenherz. Im Laufe ihrer Karriere lernte sie die Bedeutung und die Kraft der Leser, was sie dazu bewegte, dieses Buch zu schreiben.
Die Illustrationen von Pauline Pete geben dabei die Stimmung der Geschichte zu den verschiedenen Zeitpunkten sehr passend wieder. Dabei sind einige Seiten sehr farbenfroh und andere grau und düster, am Ende des Buches bleibt jedoch ein Hoffnungsschimmer.
Ich finde das Buch sehr anschaulich und gelungen. Nicht zu traurig, aber trotzdem realistisch und gleichzeitig kreativ und inspirierend. Das offene Ende verleiht der Geschichte einen gewissen Zauber und Hoffnung, wobei es sie elegant abrundet. Ich kann es nur weiterempfehlen.
Vielen Dank an den KUNSTANST!FTER Verlag und die Agentur Buchcontact für dieses besonders authetische Rezensionsexemplar
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